Kleinwaffen: Der unbequeme Vertrag
Ein belgisches Rüstungsunternehmen steht derzeit mit Libyen in Verhandlungen zur Lieferung von Kleinwaffen, enthüllt Le Soir und veröffentlicht eine lange Ermittlung zu dem Thema. Der Name des Unternehmens ist Herstal, dessen einziger Aktionär die Wallonische Region ist [eine der drei Regionen Belgiens]. Geschätzte Kosten des Auftrags: 111 Millionen Euro. Dauer des Vertrages: Fünf Jahre. Risiko: "Verdacht der Parteilichkeit der wallonischen Administration, politisches Lobbying (…), Verletzung des Europäischen Verhaltenskodex bezüglich eines Staates, der sich wenig um Menschenrechte schert", zählt die Brüsseler Tageszeitung auf. Ihr zufolge stellt das Dossier "die wallonische Regierung von Rudy Demotte hart auf die Probe". Denn es war der Ministerpräsident der Region, der Herstal die Exportlizenz am 8. Juni dieses Jahres bewilligte. "Wurde diese Lizenz formgerecht genehmigt? Gab es politischen Druck vor den Wahlen [die Regionalwahlen fanden im Juni 2009 statt]", fragt sich Le Soir.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.