Unbekannter van Gogh geht on-line
Nach 15-jährigen Recherchen über die Briefe von Vincent van Gogh veröffentlichen das van Gogh-Museum in Amsterdam und das Huygens-Institut in Den Haag nun ein Buch: Vincent van Gogh – The Letters: The complete, illustrated edition. Material war genug vorhanden, so die Trouw: Der niederländische Maler hinterließ 902 Briefe, die allesamt analysiert und zerpflückt wurden, um in einem über 2000 Seiten starken Werk, das in niederländischer, englischer und französischer Sprache veröffentlicht wird, den "echten" van Gogh zu enthüllen. Die Recherchen ergaben "ein sehr viel nuancierteres Bild" als den Mythos, der sich im Laufe der Zeit um den Maler gebildet hat. Anscheinend "war van Gogh gar nicht so arm und so verrückt, und genoss durchaus Anerkennung, wenn auch nicht die der breiten Öffentlichkeit", erklärt die Amsterdamer Tageszeitung. Die Untersuchung seiner Briefe, "literarische Kleinode" mit zahlreichen biblischen, literarischen und künstlerischen Anspielungen, führte auch zur Entstehung einer mehrsprachigen wissenschaftlichen Website: www.vangoghletters.org. Ab dem 8. Oktober findet man hier Zugang zu jedem seiner Briefe als Faksimile und ihrer englischen Übersetzung sowie zu einer anspruchsvollen Suchmaschine.
Mit der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit handeln die jungen Litauer wie einst ihre Vorfahren: Sie wandern aus. Zehntausende, auf der Suche nach einem besseren Leben, wandern jedes Jahr aus, am liebsten auf die britischen Inseln oder nach Skandinavien.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht.