Costas Douzinas
Costas Douzinas ist Juraprofessor an der Birkbeck University in London, wo er lebt, seitdem er 1974 Griechenland verlassen hat. Für The Guardian schreibt er regelmäßig Kolumnen zu Themen im Zusammenhang mit Griechenland und ist für seine Arbeiten auf den Gebieten Menschenrechte, Ästhetik, Postmoderne Rechtstheorie und politische Philosophie bekannt. Zu den von ihm veröffentlichten Büchern zählen u.a. The End of Human Rights (Hart, 2000) und Human Rights and Empire (Routledge-Cavendish, 2007).
Nach zwei Tagen massiver Streiks und Straßenschlachten scheint Griechenland langsam immer näher an den Abgrund zu rücken. Die europäischen Staats- und Regierungschefs versammeln sich am Sonntag zu einem allerletzten Versuch, den Euro zu retten. Ein griechischer Autor verurteilt die griechischen Eliten, die sein Land in diese kritische Situation gebracht haben.
Während sich der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou bemüht, ein zweites Paket lähmender Sparmaßnahmen durchzuboxen, ist der Syntagma-Platz im Zentrum der Hauptstadt zu einem Modell direkter Demokratie geworden, schreibt ein griechischer Kolumnist. Dort versammeln sich die Bürger Athens sämtlicher Ideologien, Altersgruppen und Berufskategorien, um ihrer Empörung Ausdruck zu geben.