Dirk Schümer
Dirk Schümer, geboren 1962, schreibt seit 1991 für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ist seit 2009 Korrespondent des Feuilletons in Wien. Er veröffentlichte mehrere Bücher zu europäischen Themen.
Updated: 20. Januar 2011
Die Parteien Europas verkommen in der Krise. Jenseits ideologischer Richtungen pflegen sie nur noch die Interessengärtchen der Rentner und versprechen lustig Zugewinne aus früheren Jahren, von denen längst nichts mehr übrig ist.
Die Europäische Union war das Beste, was dem Kontinent passieren konnte. Im Laufe der Jahre ist sie zu einem bürokratischen Golem gewachsen, unkontrollierbar, unabwählbar. Es gibt nur einen Weg, den Kollaps zu vermeiden: zurück zur Nation und zur Demokratie.
Ein Land, das es nicht mehr gibt, braucht auch keine Regierung mehr. Wird das politische Theaterspiel zwischen Wallonen und Flamen so zum Beispiel, von dem Europa in Zukunft zu lernen hat?, fragt sich die FAZ.