Federico Rampini
Federico Rampini (Jahrgang 1956) ist italienischer Journalist. Der studierte Soziologe arbeitete bei Rinascita, der Zeitschrift der italienischen Kommunistischen Partei, und dann als stellvertretender Chefredakteur beim Sole 24 Ore. Anschließend trat er in die Redaktion der Repubblica ein, für die er Korrespondent aus Paris, Brüssel, San Francisco, Peking und Washington war, und auf deren Website er einen Blog hat. Sein jüngstes Werk, Occidente estremo (Der Ferne Westen, bei Mondadori, 2010) handelt von der Dekadenz des Westens und dem Aufstieg Chinas.
Die Ankündigung Italiens von massivem Einfließen an chinesischem Kapital zur Unterstützung der italienischen Wirtschaft weckte Hoffnungen auf einen Eingriff Pekings zugunsten des Euro. Doch wehe falschen Hoffnungen, denn China ist ein vorsichtiger, besonnener Investor, wie La Repubblica erklärt.
Mit der Verhaftung des IWF-Chefs verliert Europa einen wichtigen internationalen Verbündeten: Dominique Strauss-Kahn war es gelungen, die IWF-Interventionen für die Krisenstaaten sozialer zu gestalten und Europa in einer oft als Speerspitze des Neoliberalismus gesehenen Institution mehr Gewicht zu verleihen.
Laut einiger der von Wikileaks veröffentlichten Geheim-Dokumente sorgt sich Washington um die persönlichen Beziehungen zwischen Wladimir Putin und Silvio Berlusconi: Italien wird verdächtigt, als Trojanisches Pferd Russlands zu fungieren, um die Energiepolitik Europas zu beeinflussen oder gar zu korrumpieren.