Mark Leonard
Der Brite Mark Leonard (geb. 1974) beschäftigt sich mit Außenpolitik und ist Geschäftsführer der paneuropäischen Denkfabrik European Council on Foreign Relations (ECFR). Seine Artikel erscheinen in mehreren Veröffentlichungen – New York Times, Financial Times, The Guardian, The Independent, u.v.a. Gemeinsam mit Ivan Krastev ist er Autor von The Spectre of a Multipolar Europe (Das Gespenst eines multipolaren Europas), veröffentlicht vom ECFR.
Beim deutsch-französisch-russischen Gipfeltreffen in Deauville zeichnete sich eine neue geopolitische Ordnung in Europa ab. Bisher galt das traditionelle Bild einer EU, mit einer nach Osten drängenden NATO an ihrer Seite. Das neue Europa hat drei Pole: Russland, die Türkei und die EU führen jeweils ihre eigene Nachbarschaftspolitik, die mit den beiden anderen in Konkurrenz steht.