Alain Frachon
Alain Frachon ist Redaktionsleiter der Tageszeitung Le Monde, für die er zuvor unter anderem als Washington-Korrespondent tätig war. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt L’Amérique des Néoconservateurs (die USA der Neokonservativen, ed. Librairie académique Perrin, November 2010).
Updated: 26. November 2010
Der Weg aus der Eurokrise ist eigentlich ganz einfach: Wenn nichts mehr geht, dann soll die Europäische Zentralbank den Staaten zu Hilfe kommen. Aber diese von vielen Wirtschaftsexperten empfohlene Lösung stößt bei der Bank auf Widerstand. Ein rein ideologischer Starrsinn.
Sicher, die Gemeinschaftswährung ist durch die Krisen in Irland oder Griechenland geschwächt. Doch auf internationalem Parkett bleibt sie eine zukunftsträchtige Währung. Der Euro verdient, dass man um ihn kämpft, schreibt der französische Publizist Alain Frachon.
Die EU ist mit immer größeren Kompetenzen ausgestattet, doch fehlt es ihr an den Mitteln für ihre Ambitionen. Schuld daran sind die Mitgliedsstaaten, die die EU-Organe zu zögerlich finanzieren.