Frank Furedi
Frank Furedi, 1947 in Ungarn geboren, ist Professor für Soziologie an der Universität von Kent. In seinen Büchern Culture of Fear ("Angstkultur"), Invitation to Terror ("Einladung zum Terror") und Therapy Culture ("Die Therapie-Kultur"), setzt er sich mit Gesundheitsfragen, neuen Technologien und Terrorismus auseinander. Er schreibt für zahlreiche Zeitungen, unter anderem für Spiked, The Guardian, The Daily Mail, The Wall Street Journal, L’Espresso und Die Zeit.
Die EU-Beamten haben keinen Kontakt zur Öffentlichkeit und sind in der Kunst der politischen Führung ungeübt. Daher stehen sie einer Eurokrise, die das europäische Projekt selbst zum Scheitern bringen könnte, so machtlos gegenüber, argumentiert Soziologe Frank Furedi.
Zuerst Merkel, dann Cameron und jetzt Sarkozy. In ganz Europa sitzen der Multikulturalismus und sein Vermächtnis auf der Anklagebank. Doch dem Soziologen Frank Furedi zufolge stiftet der Multikulturalismus Uneinigkeit, weil er eine verwässerte Form der Toleranz fördert.
Die Europäer scheinen sich nicht mehr für die EU zu interessieren. Der Soziologe Frank Furedi führt ihre Teilnahmslosigkeit darauf zurück, dass die EU und ihre Institutionen zur Geschlossenen Gesellschaft geworden sind, die sich jeglicher demokratischer Kontrolle entzieht.