Franco Bruni
Franco Bruni, Jahrgang 1948, lehrt internationales Währungswesen an der Universität Bocconi in Mailand, wo er von 1994 bis 2000 das Institut für Wirtschaftspolitik leitete. Außerdem ist er stellvertretender Direktor des ISPI (Institut für Internationale Beziehungen) und veröffentlichte zahlreiche Essays zum Thema Zentralbanken und Wirtschaftsregulierung. Er schreibt regelmäßig für La Stampa.
Treffen um Treffen konnte die Eurogruppe die drohende Pleite Griechenlands nicht bannen. Obwohl Athen die Krise größtenteils selbst zu verantworten hat, kann die EU ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Konfuse Botschaften und mangelnde Strategie haben ein lösbares Problem in ein explosives Chaos verwandelt.
Die gesamtwirtschaftlichen Probleme Griechenlands beunruhigen die europäischen Behörden. Sie befürchten, dass Athens Zugehörigkeit zur Eurozone die Vertrauenswürdigkeit der europäischen Währung beeinträchtigen könnte; und auch die der gesamten EU. Ist sie doch unfähig, das Verhalten ihrer Mitglieder zu kontrollieren.