Marc Brost
Marc Brost, Jahrgang 1971, arbeitet als stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft bei der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit. Unter anderem war er einer der Autoren des Buchs "Das große Unvermögen – Warum wir beim Reichwerden immer wieder scheitern" und erhielt mehrere Preise für Wirtschaftsjournalismus.
Es diktiert die Tagesordnung auf EU-Gipfeln, bestimmt die Regeln, lässt den ganzen Kontinent im Ungewissen und am Ende setzt es sich immer durch: Deutschland steht seit der Euro-Krise plötzlich ganz allein an der Spitze Europas. – Und ist damit völlig überfordert.
Es ist der zentrale Streitpunkt dieser Tage: Sollen private Anleger sich an den Rettungsaktionen für die Schuldenländer beteiligen? Deutschland vertritt diese Ansicht, vor allem mit Blick auf seine Parlamentarier, und führt die EU damit in eine Politik, die diejenigen vertreibt, die Union dringenst braucht: die Finanziers.