Moisés Naim
Der Schriftsteller und Kolumnist venezolanischen Ursprungs Moisés Naim wurde 1952 geboren und arbeitete von 1996 bis 2010 als Chefredakteur der amerikanischen Monatszeitschrift Foreign Policy. Für die spanische Tageszeitung El País verfasst er einen wöchentlichen Kommentar über internationale Angelegenheiten und schreibt regelmäßig Artikel für die Financial Times, The New York Times, den Corriere della Sera, Le Monde, die Berliner Zeitung und andere Publikationen mit internationaler Reichweite. Er ist Autor mehrere Bücher, zu denen Das Schwarzbuch des globalisierten Verbrechens – Drogen, Waffen, Menschenhandel, Geldwäsche, Markenpiraterie gehört, welches schon in 14 Sprachen übersetzt wurde (Originaltitel: Illicit: How Smugglers, Traffickers, and Copycats are Hijacking the Global Economy).
Die Eurokrise und die ewigen politischen Uneinigkeiten zwischen den EU-Staaten haben die Bedeutung des Alten Kontinents auf der internationalen Bühne geschwächt. Es ist Zeit zu reagieren, meint der Publizist Moisés Naim, denn die Alternativen — amerikanische Hegemonie, chinesischer Kommunismus oder russischer Autoritarismus — sind keinen Deut attraktiver.
Wenn der Vertrag von Lissabon erst einmal ratifiziert ist, müsste die EU über alle Mittel für ihre politischen und wirtschaftlichen Ambitionen verfügen. Nur genügend Mut muss sie dann noch aufbringen, um die notwendigen Risiken einzugehen, meint der Chefredakteur der amerikanischen Monatszeitschrift Foreign Policy, Moisés Naím.