Martin Ehl
Martin Ehl ist Politologe und Leiter des Außenressorts der tschechischen Wirtschaftszeitung Hospodářské Noviny. Er hat mehrer Bücher über die Globalisierung, Europa und den Balkan veröffentlicht. Sein Blog befindet sich auf der Website der Tageszeitung.
Die Griechenland-Krise und das mangelnde Durchsetzungsvermögen der EU-Führungsspitzen haben die eigentliche Herausforderung für die Zukunft der EU in den Hintergrund gedrängt. Im Gegensatz dazu haben die Vereinigten Staaten von Amerika effiziente Lösungen gefunden. Für einen tschechischen Kolumnisten ist es höchste Zeit, sich davon inspirieren zu lassen.
Mit seiner umstrittenen Website gegen Einwanderer provoziert der niederländische Rechtpopulist einmal mehr. Er Verdienst habe er aber, meint ein tschechischer Journalist: Wir müssen nun die Beziehungen zwischen Europäern aus Ost und West hinterfragen.
Ein Feindbild ist das Beste, um eine kollektive Identität zu schaffen. Doch diese Lebensweisheit aus dem 19. Jahrhundert trifft auf die aktuelle Krise kaum zu. Nur wenn die Europäer ihr Verhältnis zur Macht ändern, können sie gemeinsam die Krise bewältigen, schreibt ein tschechischer Journalist.
Trotz Krise wird Estland voraussichtlich 2011 das nächste Mitglied der Eurozone. Die tschechische Tageszeitung Hospodářské noviny versucht, das wirtschaftliche und soziale Erfolgsmodell des Landes zu durchleuchten.
Arbeit, Regierung, Infrastruktur: Nach 1989 mussten sich die ehemaligen Ostblockländer neu erfinden. Jedes hat das auf seine eigene Weise und mit mehr oder weniger Erfolg getan, urteilt die tschechische Tageszeitung Hospodářské Noviny.
Die Tschechische Republik hat wie Polen den Vertrag von Lissabon noch nicht ratifiziert, weil ihr Staatspräsident die Prozedur blockiert. Leider versteht man in Prag mangels einer wahren Diskussion schlechter als in Warschau, was Europa wirklich bedeutet, bedauert Hospodářské Noviny.