Marco Zatterin
Marco Zatterin ist 1961 in Rom geboren. Er hat für Il Globo, ItaliaOggi, L'Indipendente und La Stampa gearbeitet und war sechs Jahre lang Korrespondent in Brüssel. Heute ist er für das Wirtschaftsressort von La Stampa verantwortlich.
Die Katastrophe in Fukushima hat das Interesse an der Kernkraft gedämpft. Da die erneuerbaren Energien den Energiebedarf des alten Kontinents nicht decken können, wenden die europäischen Länder sich wieder dem ältesten und billigsten Brennstoff zu, der jedoch auch die Umwelt stark belastet.
Die EU-Kommission hat zehn vorrangige Infraksrukturprojekte im Schienenverkehr definiert. Das Ziel: den
Waren- und Personenverkehr im Herzen Europas beschleunigen. Ein Anliegen, das von politischen Oppositionsparteien und Bürgern bedroht wird.
Die Europäische Union steht in den Meinungsumfragen ganz unten, wie das letzte Eurobarometer verrät. Nicht etwa die Anzahl der Euroskeptiker ist gestiegen, sondern vielmehr die der Verfechter der Integration. Die Kommission tritt auf der Stelle. Van Rompuy glänzt durch Abwesenheit. Auf, auf, ihr 27, Zeit zum Aufwachen!
Nach dem Scheitern der Lissabon-Strategie, die 2010 aus der Union die wettbewerbsfähigste Wirtschaft der Welt machen sollte, legt die Kommission am 3. März das EU 2020-Strategiepapier vor. Die Agenda, die auf Innovation, Bildung und neue Technologien setzt, stößt bereits heute auf Skepsis.
Noch bevor sich am 7. Dezember in Kopenhagen der Vorhang für die Klimakonferenz öffnet, stehen wir schon mitten im Krieg der Zahlen. Eine Schlacht ohne Pardon, eröffnet von einem ehrgeizgetriebenen Europa, das sich im Kampf gegen den Treibhauseffekt weltweit führend zeigen will.
Frauen sind in der europäischen Bevölkerung in der Mehrzahl, und doch sind sie an den Spitzenposten der Institutionen unterrepräsentiert. Nun, da die 27 die höchsten Ämter der Union besetzen, wird laut gefordert, dass die Gleichstellung beachtet wird.
Weniger als drei Monate vor der Klimakonferenz in Kopenhagen (COP 15) will Europa die Führungsrolle im Kampf gegen die Klimaerwärmung übernehmen. In einem Dokument, das am 10. September dem Rat der Europäischen Union vorgelegt werden soll, wird die Finanzierung der von der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen beziffert.
Mit der Wirtschaftskrise sinkt die Ölnachfrage. Doch die Preise steigen weiter. Warum? Eine Antwort erhält der Interessierte vor dem Rotterdamer Hafen, wo bis zum Rand mit Öl gefüllte Supertanker liegen und warten. Solange, bis die Barone des schwarzen Goldes entscheiden, dass der Moment für den Verkauf gekommen ist.
Wein als Puder, Käse ohne Milch, Bioprodukte mit GVO. All diese Produkte entsprechen den EU-Normen. Schuld daran ist die nordeuropäische Lobby der Nahrungsmittelindustrie, schreibt La Stampa. Die Mittelmeeranreiner, allen voran Italien, hätten gerne eine Union, die Landwirtschaft von hoher Qualität unterstützt.