Bald, am 11. März, gipfelt es wieder in Europa. Geredet wird über Rettungsschirme und Wettbewerbspakte. Aber die Politiker verschweigen den wahren Kern der Euro-Krise: die fragile Lage ihrer Banken.
Es soll der Monat der Entscheidungen werden. Gleich drei Gipfeltreffen unterziehen sich Europas Politiker im März. Es beginnt am kommenden Freitag in Brüssel. Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und die anderen Staats- und Regierungschef der 17 Euro-Länder wollen die Krise überwinden. Über die Vergrößerung des Rettungsfonds für angeschlagene Euro-Länder wird diskutiert und über Regeln, wie die Staaten künftig ihren Haushalt zu führen haben. Und natürlich über Merkels Lieblingsthema, den „Pakt für Wettbewerbsfähigkeit“.
Nur ein Thema verschweigen Europas Regierungschefs: die labile Situation der Banken. Die Politiker erwecken den Eindruck, es gehe bei der Krise längst nur noch um die Staaten – vor allem um die an der Peripherie der Euro-Zone. Griechenland, Portugal, Irland und so.
Aber das stimmt nicht. Es geht auch um Banken. Auch um deutsche Banken. Dazu lohnt ein Blick zurück auf die Rettung Irlands im vorigen Herbst. Europa drängte Irland geradezu unter den europäischen Rettungsschirm. Warum? Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte die Rettung Irlands damals als Euro-Rettung. „Um die starke Stellung des Euro zu halten, müssen wir die Schwächen beseitigen.“