Kultur & Debatten
-
Kino: Alle wollen Hollywood
9. August 201046 Süddeutsche Zeitung München -
UNESCO: Dem Kanal ist der Titel egal
6. August 2010683 NRC Handelsblad Amsterdam -
Presse: OSZE sieht Medienfreiheit in Gefahr
30. Juli 20101PresseuropEUobserver.com -
Kulturerbe: Istanbul, alles Fassade
27. Juli 2010951 Süddeutsche Zeitung München -
Tschechische Republik: Epischer Streit um slawisches Epos
27. Juli 2010PresseuropHospodářské noviny -
Italien: Berlusconis Maulkorb plötzlich kleiner
21. Juli 2010PresseuropLa Repubblica -
Griechenland: Wer erschoss Sokrates Giolias?
20. Juli 2010PresseuropTa Nea -
Geschichte: Grunwald, die Schlacht, die Mitteleuropa veränderte
15. Juli 2010172PresseuropPolska The Times -
Wohin steuert die Union? / 9: Einem chaotischen Korallenriff gleich
12. Juli 201025 Respekt Prag -
Theater: Acht Zigeunerinnen und ein Lorca-Stück
9. Juli 201083 El Correo Bilbao -
Finanzmärkte: Staat gegen Markt: ein ungleicher Kampf
8. Juli 2010281 El País Madrid -
Schweden: Millenniums Zerrspiegel
6. Juli 2010841 Fokus Stockholm -
Wohin steuert die Union / 8: Im Wahn des "Immer-mehr-Europa"
5. Juli 2010351 Público Lissabon -
Krise: Kommt Europa wieder auf die Beine?
2. Juli 2010PresseuropThe American Interest -
Wohin steuert die Union / 7: Krise stellt Ost gegen West
1. Juli 201076 La Repubblica Rom -
Museen: Vitrinen für Ego-Land
24. Juni 20101121 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Portugal: Präsident schwänzt Saramagos letzte Ehre
21. Juni 2010PresseuropPúblico -
Ausstellung: Wo Kunst politisch bleibt
18. Juni 201035 Dilema Veche Bukarest -
Ungarn: Regierung will Presse knebeln
18. Juni 20101PresseuropNépszabadság -
Österreich: Tod eines Herrschers
18. Juni 2010PresseuropDie Presse -
Dänemark: Künstlerasyl für Schriftsteller aus Simbabwe
16. Juni 2010PresseuropJyllands-Posten -
Österreich: Nationalbibliothek goes Google
16. Juni 20101PresseuropDie Presse -
Wohin steuert die Union / 5: Dichtmachen verboten
15. Juni 201084 L'Espresso Rom -
Literatur: Schreib mir den Europaroman
4. Juni 2010572 El País Madrid -
Linke in Europa: Krise, Knauser und die Kameraden
4. Juni 2010562 La Repubblica Rom -
Eine Stadt in Europa: Oberammergau, der Passion frönen
2. Juni 201039 Die Zeit Hamburg -
Eurovision: Wunderbares Wunderfräulein
31. Mai 2010PresseuropDie Tageszeitung -
Musik: Eurovision, besser als eine EU-Richtlinie
28. Mai 2010752 Irish Independent Dublin -
Wohin steuert die Union? / 3: Unser europäisches Einheitsschicksal
26. Mai 20101174 Die Zeit Hamburg -
Wohin steuert die Union? / 2: EWG, die ideale Formierung
25. Mai 2010881 Der Spiegel Hamburg -
Europäer der Woche: Ilmars Poikans, Alptraum lettischer Eliten
21. Mai 2010578 Süddeutsche Zeitung München -
Kino: Ein Dokumentarfilm erschüttert Dänemark
18. Mai 2010PresseuropJyllands-Posten -
Frankreich: Die Kunst zieht in die “Provinz”
11. Mai 2010PresseuropLa Croix -
Filmfestspiele von Cannes: Römischer Groll auf die Croisette
10. Mai 2010PresseuropCorriere della Sera -
Kultur: Europa braucht mehr Mainstream
23. April 20101274 Rue89 Paris -
Europäer der Woche: Antonio Presti, Mäzen contra Mafia
23. April 2010145 El País Madrid -
Eyjafjallajökull: Ein Europa ohne Flieger
20. April 2010211 The Independent London -
Internet: Piraten sind jetzt von Welt
20. April 2010PresseuropPúblico -
Eyjafjallajökull: Wenn die Maschine ‘Nein’ sagt
19. April 2010743 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Rumänien: Brigade rumänischen Stolzes wütet im Netz
16. April 2010PresseuropRomânia libera -
Ausstellung: Europas wilde Wunder
15. April 201081 De Morgen Brüssel -
Presse: Russischer Oligarch sucht Zeitung zum Aufkaufen
8. April 201024 Libération Paris -
Architektur: Die neue Einfachheit der Stars
6. April 2010203 Trouw Amsterdam -
Sprachen: Englisch ist tot – lang lebe Globish
2. April 201026815 The Guardian London -
Tschechische Republik: Reflex wird zwanzig
2. April 2010Presseurop -
Journalismus: Unaufhaltsamer Abstieg der EU-Presse
2. April 2010544 The New York Times New York -
Ostern: Paulus war ein Linker
2. April 20101PresseuropNew Statesman -
Norwegen: Bergen: Regen, Schnaps und Rock’n’Roll
31. März 2010120 Politiken Kopenhagen -
Internet: Löschen, nicht sperren
30. März 201033 The Guardian London -
Dänemark: Kleine Meerjungfrau in China
26. März 2010PresseuropPolitiken
Jahrzehntelang förderte Frankreich so schlagkräftig wie kein anderes Land seine Filmindustrie. Doch im europäischen Wettbewerb um große US-Produktionen gingen dem Land Millionen durch die Lappen. Jetzt ködert Frankreich internationale Starregisseure mit Steuergeschenken.
Die UNESCO hat soeben das Amsterdamer Grachtengürtel zum Weltkulturerbe erhoben. Doch in den Augen des NRC Handelsblad hat der Titel seinen Glanz verloren und wird weder den Auswirkungen auf den Tourismus gerecht, noch der Modernisierung der niederländischen Hauptstadt oder anderer europäischer Städte.
Baufirmen statt Restauratoren: Seit Jahren wird Istanbuls Altstadt gezielt kaputtsaniert, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die Unesco will sie jetzt von der Liste des Weltkulturerbes streichen, denn die Politik habe den Denkmalschützern nur Steine in den Weg gelegt. Auszüge.
Die Griechenlandkrise, die deutsche Strenge, das neue Gleichgewicht der Welt: Die letzten Monate durchlief die EU harte Zeiten. Dies soll sie aber nicht daran hindern, sich eine neue Identität in einer leicht veränderten Form zu schaffen, versichert der deutsche Journalist und Politologe Josef Joffe.
Analphabetische Zigeunerinnen engagieren, um einen Text des großen spanischen Dichters zu deklamieren. Das in Sevilla durchgeführte Experiment will vermeiden, dass soziale Ausgrenzung auch zu künstlerischer Ausgrenzung wird. Ein Thema, über welches dieser Tage bei den internationalen Begegnungen im Rahmen der Festspiele von Avignon debattiert wird.
Seit dem Beginn der Krise 2008, fühlen sich die Nationalstaaten von den neuen Global Playern, die in der sich neu organisierenden Welt agieren, überrannt. Eine Situation, die vor allem die Siebenundzwanzig trifft, denen es an politischem Leadership fehlt.
Gibt es die schwedischen Sozialdemokraten noch oder wurden sie endgültig durch die Millenium-Trilogie ausgelöscht, die eine korrupte, düstere und gewalttätige Gesellschaft beschreibt? Stieg Larssons Biograph hat diese Frage zwei anderen schwedischen Meistern des Krimis gestellt.
In Anbetracht des Bankrott-Risikos der höchstverschuldeten EU-Mitgliedsstaaten haben die EU-27 Gegenmaßnahmen ergriffen, die in die Richtung einer tieferen Integration gehen. Doch wieder einmal wurden die Schritte eingeleitet, ohne vorher die Meinung der Europäer eingeholt zu haben, bedauert Público.
Die Annährung von West- und Osteuropa wurde von der Wirtschaftskrise verlangsamt, vielleicht sogar gestoppt. Die Länder des ehemaligen Ostblocks müssen mit ansehen, wie die Werte, für die sie gekämpft haben, pervertiert werden. Der strauchelnde Kapitalismus bremst ihre Begeisterung für die liberale Demokratie, schreibt der bosnische Literaturwissenschaftler Predrag Matvejević.
Eine Schere tut sich auf in der europäischen Kunstwelt: Die öffentlichen Häuser leiden unter Etatkürzungen. Die Privatmuseen boomen. Diese stehen aber meist im Dienst der Selbstdarstellung, warnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Das Museum als Ort des Abbilds unserer Gesellschaft ist in Gefahr.
Die in Paris gezeigte Ausstellung "Die Versprechen der Vergangenheit" zeigt, dass sich in beiden Teilen Europas das künstlerische Schaffen sowohl vor wie auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs weiter entwickelt, dabei aber den Ehrgeiz beibehält, die Welt ändern zu wollen.
In Krisenzeiten haben Abkapselung, Egoismus und die Angst vor dem Fremden Hochkonjunktur bei Regierungen und Bürgern. Dabei gehören Einwanderer jetzt ebenso zur europäischen Landschaft wie ihre alteingesessenen Mitbürger, meint Schriftsteller Tahar Ben Jelloun.
Kann man einen Roman schreiben, der die literarischen Eigenheiten von mehreren Ländern in sich vereint? Mit "El comienzo de la primavera" sei dies dem jungen und talentierten Argentinier Patricio Pron gelungen, meint der spanische Schriftsteller Félix de Azúa.
In den von der Krise am ärgsten betroffenen Ländern — Spanien, Griechenland und Portugal — sind Linksregierungen an der Macht. Wie ihre konservativen deutschen, französischen oder britischen Kollegen sind die Sozialdemokraten zu Sparpaketen gezwungen, die ihren traditionellen Stammwählern große Opfer abverlangt.
Seit fast 400 Jahren geben die Einwohner von Oberammergau das "Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" alle zehn Jahre, um die Pest abzuwehren. In Vorbereitung auf das theatralische und touristische Monumentalevent beobachtet die Zeit ein Dorf im Ausnahmezustand.
Der Eurovision Song Contest ist nicht nur ein Festival an Geschmacklosigkeit, Kitsch und Schmalz, findet die irische Autorin Martina Devlin. Er bietet auch die Gelegenheit, einen Blick auf die Länder zu werfen, mit denen wir heute verbandelt sind.
Getreu dem Vorbild der deutschen Kanzlerin verschanzen sich Europas Spitzenpolitiker hinter Volkes Willen, um ihre eigene Trägheit zu erklären. Wer jedoch der Krise begegnen und die europäische Idee wiederbeleben will, der braucht ein politisches Rückgrat, warnt der Philosoph Jürgen Habermas. Auszüge.
Monatelang war er der gute Geist Lettlands. Nachdem er sich Zugang zu geheimen Daten erhackt hatte, zeigte Ilmars Poikans, alias Neo seinen Landsleuten, wie gut sich die Elite in der Krise bereichert hat.
Nach der Kultur-Übermacht der USA kommt nicht mehr Europa, sondern es sind Länder wie China, Indien oder Brasilien, die ihre Kultur exportieren. Es wird Zeit, darauf zu reagieren, wird in einem kürzlich in Frankreich erschienenen Buch gefordert, denn sonst gerät Europa an den Rand der globalisierten Welt.
Seit dreißig Jahren investiert der sizilianische Unternehmer den Großteil seines Vermögens in Kunstprojekte. Es ist seine Art des Widerstands gegen Konventionen, Korruption und die Cosa Nostra. Er möchte mit der Kunst dazu beitragen, dass "die Bürger ihr Land respektieren" und "ihre Identität wiederfinden."
Wir hatten ganz vergessen, dass unser Kontinent so groß ist. Die durch die Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull verursachte Unterbrechung des Flugverkehrs deckt Europas soziale und wirtschaftliche Schwächen auf, so Kolumnist Hamish McRae.
Der Stillstand der Luftfahrt in Europa beruht nicht auf Daten, sondern auf einer reinen Simulation. Immer leistungsfähigere Computer nehmen dem Menschen die Entscheidungen ab. Nicht nur in der Luft, auch im täglichen Leben. Daher brauchen wir dringend Instanzen, die die Urteile von Rechnern kontrollieren, warnt die FAZ.
Ein Jahr lang durchstreiften 69 Fotografen im Rahmen des Projekts Wild Wonders of Europe den Kontinent, um mit Bildern von Flora und Fauna auf Europas Artenvielfalt aufmerksam zu machen.
Sergej Pugatschew übernimmt die französische Tageszeitung France Soir, Alexander Lebedew kauft The Independent und The Evening Standard auf. Was reizt die Milliardäre aus Moskau so an der — kriselnden —europäischen Presse?, fragt die französische Tageszeitung Libération.
Die Zeiten der ostentativen Architektur sind vorbei: Aufgrund der Krise werden die Budgets gekürzt und pharaonische Projekte werden zugunsten von bescheidener dimensionierten Gebäuden aufgegeben. Diese positive Veränderung wird die Architekten dazu bewegen, Lösungen für Probleme zu finden, zu deren Entstehung sie selbst beigetragen haben, meint Ole Bouman, Leiter des Niederländischen Architekturinstituts (NAi).
Mit einem Wortschatz von nur 1500 Wörtern ist "Globish" oder "entkoffeiniertes Englisch" die neue Lingua Franca weltweit geworden. Autor Robert McCrum lotet den Aufschwung des neuen Dialekts des 21. Jahrhunderts aus.
Obwohl man allerorts immer mehr über die EU spricht, schwindet der Presseapparat in Brüssel dahin. Nirgends ist dieses Phänomen weiter verbreitet als unter den Journalisten der neuen Demokratien Osteuropas.
Röyksopp, Sondre Lerche, Kings of Convenience: Der Regen fällt ohne Unterlass auf Bergen und hilft so der talentierten norwegischen Musikszene sich zu entfalten. Im Schatten Oslos pflegt die Hafenstadt ihre Unabhängigkeit.
Am 29. März legte die EU zur Sperrung von Webseiten, auf welchen Kindesmissbrauch dargestellt wird, einen Richtlinienentwurf vor. Ein sinnloser, kontraproduktiver Schritt, findet ein Bürgerrechtsverfechter im Guardian.