Kultur & Debatten
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Kino: “Play”, ein Film dreht Vorurteile um
10. Januar 20122921 Aftonbladet Stockholm -
Debatte: Die freie Ideenwirtschaft
10. Januar 20123248 Financial Times London -
Gespräch: Geert Mak – Europas Wiedereroberung
9. Januar 20122377 NRC Handelsblad Amsterdam -
Rettungspolitik: Gegen alle Regeln
6. Januar 201237552 Die Zeit Hamburg -
Eurokrise : Wird die EU wie Titos Jugoslawien enden?
5. Januar 201237167 Politika Belgrad -
Internet: Die Kommission und das Recht auf Vergessen
2. Januar 201298PresseuropPúblico -
Gespräch: Eine gewisse Vorstellung vom Wissen
30. Dezember 2011130119 Télérama Paris -
Literatur: 2011 - das Jahr des Übersetzers
28. Dezember 20114564 The Observer London -
Geschichte: Die Bücher der Dissidenten
27. Dezember 2011153 Lidové noviny Prag -
Interview: Andrzej Stasiuks Lektion über Europa
26. Dezember 201115912 Wprost Warschau -
Eurokrise: Über Inseln und Utopien
23. Dezember 2011599639 Público Madrid -
Europäische Union: Lasst unsere Ideale nicht untergehen!
20. Dezember 201124234 El País Madrid -
Internet: Open Data, ein Goldesel
16. Dezember 20113603 La Stampa Turin -
Debatte : Europas sieben Sünden (2/2)
15. Dezember 201123724 Die Zeit Hamburg -
Debatte: Europas sieben Sünden (1/2)
14. Dezember 201149821 Die Zeit Hamburg -
Schuldenkrise : Lebewohl, liebe Souveränität
8. Dezember 201134917 El País Madrid -
Musik: Eurokrise: selbst Hardrocker kriegen weiche Knie
8. Dezember 2011334PresseuropThe Wall Street Journal Europe -
Der Europäer der Woche: Der Cyber-Revolutionär vom Tahrir-Platz
6. Dezember 20111081 Fokus Stockholm -
Porträt: Jürgen Habermas, der letzte Europäer
2. Dezember 2011292313 Der Spiegel Hamburg -
Europäische Union: Gebt Demokratie eine Chance!
1. Dezember 201140730 The Guardian London -
Eurokrise: Das Panik-Prinzip
30. November 201167114 Berliner Zeitung Berlin -
Europäische Union: Die mediale Demokratiekrise
29. November 201116612 De Morgen Brüssel -
Debatten: Ängste in Zeiten der Krise
29. November 201127417 Aftonbladet Stockholm -
Debatte: Die Krise zerreisst uns
29. November 20113467 The Irish Times Dublin -
Griechenland: Die Athen-Biennale oder die Kunst der Krise
28. November 20112184 Expressen Stockholm -
Ideen: Never mind Höhlenmalereien, here’s the Sex Pistols
25. November 20114123 The Guardian London -
Wer hat Angst vor Deutschland / 5: Unsere schrecklich nette Familie
25. November 201125919 Die Zeit Hamburg -
Wer hat Angst vor Deutschland / 3: Wir Technokraten mit Goethe unterm Arm
23. November 201120615 Der Spiegel Hamburg -
Europäische Union: Die Revolution von oben
23. November 20114785 Libération Paris -
Wer hat Angst vor Deutschland / 2: “Jetzt spricht man deutsh”
22. November 201122710 Berliner Zeitung Berlin -
Eurokrise: Was haben die Holländer uns denn gebracht?
18. November 201126113 De Volkskrant Amsterdam -
Debatten: Wo ist der Feind, der uns vereint?
17. November 20111668 Hospodářské noviny Prag -
Debatten: Zur Verteidigung der Technokraten
17. November 201119211 The Guardian London -
Debatte: Die Krise und dreierlei Europa
14. November 20111959 România libera Bukarest -
Schuldenkrise: Europa gegen das Volk?
11. November 201143123 The Economist London -
Tschechische Republik: Der “Wahnsinnige” ist tot
11. November 2011PresseuropLidové noviny -
Eurokrise: Technokratie ist nicht die Lösung
7. November 20112836 Il Sole-24 Ore Mailand -
Literatur: Brüssel macht den Low-Cost-Kafka
4. November 201188PresseuropFrankfurter Allgemeine Zeitung -
Griechen-Referendum: Demokratie auf Ramsch-Status
2. November 2011101218 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Presse: Brandanschlag auf “Scharia-Hebdo”
2. November 20112PresseuropCharlie Hebdo -
Privatsphäre: Europa versus Facebook
24. Oktober 20117823 The Irish Times Dublin -
Sparmaßnahmen: Der Zynismus der griechischen Eliten
21. Oktober 20114595 The Guardian London -
Journalismus: Protest gegen europäischen Preis
19. Oktober 201139PresseuropExpressen -
Meinung: Demokratie, eine Bestandsaufnahme
14. Oktober 201133016 El País Madrid -
Rettungsschirm: Erspart uns den Euro-Neusprech
7. Oktober 2011901 Süddeutsche Zeitung München -
Serbien: Dobrica Ćosić, der falsche Nobel
7. Oktober 2011PresseuropDanas -
Literatur: Tomas Tranströmer, Nobel-Poet
7. Oktober 20111PresseuropDagens Nyheter -
Schuldenkrise: Vorsicht vor den Euro-Rettern
5. Oktober 20111407 Der Freitag Berlin -
Deutschland: Berlin im Bann der Piraten
20. September 201111035 Süddeutsche Zeitung München -
Estland: Mit der Melancholie als Markenzeichen
19. September 201163 Postimees Tallinn
Rassistisch oder nicht? Der neueste Film von Ruben Östlund hat eine heftige Debatte in Schweden ausgelöst. Die Hauptfiguren des Films, arme Schwarze und weiße Mittelschichtler spielen mit den Vorurteilen des Publikums und werfen dabei unangenehme Fragen auf.
Während die Finanzkrise im Westen weiter grassiert, bricht die dominante Ideologie der über alles triumphierenden freien Marktwirtschaft zusammen. Doch welche neuen Trends zeichnen sich ab? Welche werden sich durchsetzen? Die Frage stellt sich Gideon Rachman.
Was wird das Jahr 2012 dem Projekt Europa bringen? Ein gemeinschaftliches System mit einer starken Europäischen Kommission oder ein dezentralisiertes, zwischenstaatliches System, wie es Deutschland will? Der Historiker Geert Mak hat ein düsteres Buch über die Zukunft der Europäischen Union geschrieben.
Wer Fehler macht, soll auch die Folgen spüren. - Dieses Kerngesetz der Marktwirtschaft wird seit den 5 Jahren Krise mit Füßen getreten. Die Politik muss entscheiden zwischen Wohlstand und Moral, schreibt die Zeit.
Von Belgrad, Zagreb oder Sarajevo aus gesehen, besitzt die wirtschaftliche und institutionelle Krise der Union einen Hauch von Déjà-vu. Manches erinnert an die Zeit vor dem Zusammenbruch der von Tito gegründeten Föderation, schreibt die serbische Tageszeitung Politika. Auszüge.
Literatur, Philosophie, Naturwissenschaften: Heute entwickeln sich die Hilfsmittel, mit denen wir die Welt verstehen, voneinander getrennt, wie der Intellektuelle und Humanist George Steiner bedauert. Dabei ist die Kultur das, was uns rettet, insbesondere in Europa.
Dem weltweiten Erfolg von Stieg Larsson und Haruki Murakami ist unter anderem der Übersetzungs-Boom zu verdanken, der seit mehr als einer Generation nicht mehr so groß gewesen ist. Ist es jedoch überhaupt möglich, den heiligen Gral, die perfekte Übereinstimmung mit dem Original, zu erreichen?
Sie haben die Werke Václav Havels und aller im kommunistischen Regime der Tschechoslowakei verbotenen Schriftsteller verlegt. Vierzig Jahre ist es her, dass Zdena und Josef Škvorecký in Toronto mit Sixty-Eight Publishers einen der wichtigsten osteuropäischen Dissidentenverlage gründeten.
Warum fällt es Deutschen und Polen schwer, sich zu verstehen? Woran erkennt man einen Polen? Wie können wir Deutschland zu einer nützlichen Vorherrschaft in der EU verhelfen? Hierzu ein paar Ideen des unklassifizierbaren polnischen Schriftstellers.
Mit ihrem Nein zur Rettung der Banken und der Erstattung der Auslandsschulden ihres Landes haben die Isländer gezeigt, dass es möglich ist, den Gesetzen des Kapitalismus zu entkommen und sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, freut sich ein Historiker.
Der Aufbau der europäischen Union brachte dem Alten Kontinent seinen Wohlstand zurück, doch er hat ihn seine Seele gekostet, bedauert der spanische Philosoph Rafael Argullol. Es ist noch nicht zu spät jene Werte, die Europas Stärke ausmachen zu bejahen, aber wir müssen uns beeilen.
Brüssel ermutigt Verwaltungen und Behörden dazu, offene Daten online zu stellen. Die Bürger hätten vielleicht eine Vielzahl nützlicher Applikationen zur Verfügungen. Und 40 Milliarden Euro Gewinn jährlich sollen sie auch noch bringen.
Mit großer Geste schwenken Europas Politiker gerne die Fahne des Gemeinschaftssinns. Doch in der Tagespolitik strafen sie ihre vermeintliche Tugend Lügen. Fortsetzung der von der Zeit initiierten Sünden-Tour durch Europa.
Mit großer Geste schwenken Europas Politiker gerne die Fahne des Gemeinschaftssinns. Doch in der Tagespolitik strafen sie ihre vermeintliche Tugend Lügen. Die Zeit erstellt einen Katalog der Egoismen, die der Gemeinschaft Schaden zufügen.
Falls sie von den 27 abgesegnet wird, dann wäre die von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy vorgeschlagene Fiskalunion ein neuer, entscheidender Schritt in Richtung des europäischen Föderalismus. Doch sind auch alle bereit, den Preis dafür zu zahlen und ihre Haushaltsautonomie aufzugeben?
Dass es Husni Mubarak im vergangenen Januar nicht gelungen ist, die ägyptischen Revolutionäre vom Rest der Welt abzuschneiden, verdanken wir dem schwedischen Studenten und Cyberaktivismus-Theoretiker Christopher Kullenberg. Er wurde von der Wochenzeitschrift Fokus zum Schweden des Jahres gewählt.
Es reicht ihm. Der Philosoph hat seinen Schreibtisch verlassen, weil er die Idee von Europa retten will: vor unfähigen Politikern und der dunklen Macht der Märkte.
Wird die EU zu einem Europäischen Empire deutscher Prägung? Diese Furcht ist verbreitet und beschrien, aber wir sollten sie nutzen und uns endlich eine neue Organisationsform für die Union ausdenken, schlägt Ulrich Beck vor. Einer Union, die sich auf die Gemeinschaft ihrer Bürger stützt.
Angst, Alarm, Apokalypse: Stimmungen statt Fakten steuern den Menschen, schreibt Zukunftsforscher Matthias Horx. Das gilt auch für die Euro-Krise.
Mit der Krise verlagert sich die Macht mehr und mehr nach Brüssel. Denn dort sitzen die europäischen Institutionen und die einflussreichsten Medien. Diese meist wirtschaftlichen und angelsächsischen Medien geben den Ton in der Politik der Mitgliedsländer an, stellt ein belgischer Leitartikler fest.
Im Schatten der Krise entsteht ein neues Europa, dominiert von Mutlosigkeit und Misstrauen gegenüber der Politik, von Nationalismus und lslamfeindlichkeit. Eine Bedrohung, die ernster zu nehmen sei, als die Zahlen der Schuldenkrise, schreibt Afonbladet.
Schulden und Sparpolitik sind für die meisten Europäer die neue Realität. Für manche jedoch ist diese Situation eine Gelegenheit, schnellen Profit zu schlagen. Wie man in diesem Kontext überhaupt noch von Völkern und Gemeinschaft sprechen kann, fragt der irische Kolumnist John Waters.
Die Höhlenkunst von Lascaux zeigt frühen “menschlichen Fortschritt”, doch die Graffitis der Punkrockgruppe aus den 70er Jahren kennzeichnen vielleicht den Zeitpunkt, an dem der Glaube an das Ganze sich aufzulösen begann.
Eine Familie mit überstrengen Eltern, schwarzen Schafen und tough love: das ist heute Europa, meint ein Redakteur der Zeit und ruft dazu auf, die historisch beispiellose Kultur der Solidarität zu verteidigen.
Was Deutschlands Führung in der EU bedeutet, ist nicht so ganz klar – am wenigsten den Deutschen selbst. Ein Spiegel-Kolumnist sucht die Antwort in zwei Büchern zwischen der verlorenen Seele und dem Genius des Landes.
Die politischen Machtwechsel in Griechenland, Italien und Spanien zeigen, dass die europäischen Politiker die Machtverhältnisse zwischen Gesellschaft und Staat, zwischen Wirtschaft und Politik umwälzen. Nur weiß niemand, wo darin der Platz der Bürger sei, meint der französische Philosoph Etienne Balibar.
“Europa spricht Deutsch”, posaunt Volker Kauder und sorgt damit für Verstimmung bei Deutschlands Nachbarn. – Vielleicht war das aber eine dringend notwendige kalte Dusche, bemerkt die Berliner Zeitung. Denn ein Bund freier Demokratien sieht anders aus.
In der derzeitigen Krise dozieren die Holländer gerne über die Bürger in Europas kränkelnden Volkswirtschaften von Griechenland bis Italien. Jetzt, da aber die Rezession droht, sollten sie eines nicht vergessen: ihr eigener Wohlstand beruht nicht nur auf ihren Tugenden.
Ein Feindbild ist das Beste, um eine kollektive Identität zu schaffen. Doch diese Lebensweisheit aus dem 19. Jahrhundert trifft auf die aktuelle Krise kaum zu. Nur wenn die Europäer ihr Verhältnis zur Macht ändern, können sie gemeinsam die Krise bewältigen, schreibt ein tschechischer Journalist.
Die Ernennung von Lucas Papademos und Mario Monti in Griechenland und Italien wurde in der britischen Presse heftig kritisiert. Doch außerhalb Großbritanniens haben Fachexperten oft eine positive Rolle in der Politik gespielt. Deshalb sollten wir aufhören, über die Technokraten herzuziehen, meint der Guardian-Journalist Philip Oltermann.
Die EU könnte sich bald aufspalten in die Leistungsstarken, die Hinkenden und die Zurückgebliebenen, sorgt sich die rumänische Politikwissenschaftlerin Alina Mungiu-Pippidi. Und man brauche auch nicht damit zu rechnen, das Ganze durch eine künstliche europäische Identität zu vereinen.
Die Bemühungen zur Rettung des Euro können nicht unendlich gegen den Willen der Wähler ablaufen, mein Charlemagne von The Economist.
Regierungen von “Experten”, die in Italien und Griechenland vorgeschlagen wurden, könnten in Notsituationen gewiss gute Entscheidungen treffen, doch sie würden das Misstrauen der europäischen Bürger gegenüber einer noch indirekteren Demokratie noch vertiefen. Um dies zu vermeiden, muss die Politik ihre Rolle zurückgewinnen.
Wer seinem Volk eine Schicksalsfrage zur Abstimmung vorlegt, gilt in Europa als gemeingefährlich. Das ist die Botschaft der Märkte und seit Montag Abend auch der Politik.
Ist Facebook bei den Daten seiner User zu neugierig? Eine Reihe von Anzeigen auf Initiative eines österreichischen Jurastudenten führte zu einer Datenschutzprüfung in Irland, wo das soziale Online-Netzwerk seinen europäischen Sitz hat.
Nach zwei Tagen massiver Streiks und Straßenschlachten scheint Griechenland langsam immer näher an den Abgrund zu rücken. Die europäischen Staats- und Regierungschefs versammeln sich am Sonntag zu einem allerletzten Versuch, den Euro zu retten. Ein griechischer Autor verurteilt die griechischen Eliten, die sein Land in diese kritische Situation gebracht haben.
In Griechenland sind sie auf der Straße, in Spanien besetzen sie Plätze, und auf der anderen Seite des Atlantiks wollen sie der Wall Street die Stirn bieten: Kritiker der bestehenden Ordnung. Die Idee der Demokratie, ob direkt oder indirekt, steckt in der Krise und muss sich dringend erneuern.
Der deutsche Ausdruck für Euro-Rettungsfonds ist der “Rettungsschirm”. Das ist ein einfaches Wort, um komplexe Finanzmechanismen zu beschreiben. Aber der Vergleich hinkt, gewaltig!, schreibt Axel Hacke.
Wer Europa retten möchte, der sollte sich jetzt gegen Kanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy & Co. wenden. Denn sie werben für eine Union mit Demokratiedefizit, Steuerwettlauf und Sozialdumping.
Sie fordern Transparenz und direkte Demokratie, und fast jeder zehnte Berliner Wähler gab ihnen ihre Stimme. Die Piratenpartei ist nicht mehr nur eine Partei für Net-Nerds in Kapuzenpullis, sondern vertritt gesamtgesellschaftliche Forderungen, schreibt die Süddeutsche.
Seit der Unabhängigkeit behandelt der estnische Film stets eine Hauptperson, beobachtet Postimees: die Melancholie.