Ideen
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Nationalität: Doppelte Staatsangehörigkeit, dein ist die Zukunft
11. Januar 2012313 16 The Economist London -
Debatte: Die freie Ideenwirtschaft
10. Januar 2012324 8 Financial Times London -
Gespräch: Geert Mak – Europas Wiedereroberung
9. Januar 2012237 7 NRC Handelsblad Amsterdam -
Rettungspolitik: Gegen alle Regeln
6. Januar 2012375 52 Die Zeit Hamburg -
Eurokrise : Wird die EU wie Titos Jugoslawien enden?
5. Januar 2012373 67 Politika Belgrad -
Gespräch: Eine gewisse Vorstellung vom Wissen
30. Dezember 20111316 19 Télérama Paris -
Interview: Andrzej Stasiuks Lektion über Europa
26. Dezember 2011203 12 Wprost Warschau -
Eurokrise: Über Inseln und Utopien
23. Dezember 20115963 39 Público Madrid -
Europäische Union: Lasst unsere Ideale nicht untergehen!
20. Dezember 2011242 34 El País Madrid -
Debatte : Europas sieben Sünden (2/2)
15. Dezember 2011237 24 Die Zeit Hamburg -
Debatte: Europas sieben Sünden (1/2)
14. Dezember 2011498 21 Die Zeit Hamburg -
Schuldenkrise : Lebewohl, liebe Souveränität
8. Dezember 2011349 17 El País Madrid -
Porträt: Jürgen Habermas, der letzte Europäer
2. Dezember 20112924 13 Der Spiegel Hamburg -
Europäische Union: Gebt Demokratie eine Chance!
1. Dezember 2011407 30 The Guardian London -
Eurokrise: Das Panik-Prinzip
30. November 2011671 14 Berliner Zeitung Berlin -
Debatten: Ängste in Zeiten der Krise
29. November 2011273 17 Aftonbladet Stockholm -
Debatte: Die Krise zerreisst uns
29. November 2011345 7 The Irish Times Dublin -
Wer hat Angst vor Deutschland / 5: Unsere schrecklich nette Familie
25. November 2011259 19 Die Zeit Hamburg -
Wer hat Angst vor Deutschland / 3: Wir Technokraten mit Goethe unterm Arm
23. November 2011206 15 Der Spiegel Hamburg -
Europäische Union: Die Revolution von oben
23. November 2011477 5 Libération Paris -
Wer hat Angst vor Deutschland / 2: “Jetzt spricht man deutsh”
22. November 2011227 10 Berliner Zeitung Berlin -
Eurokrise: Was haben die Holländer uns denn gebracht?
18. November 2011261 13 De Volkskrant Amsterdam -
Debatten: Wo ist der Feind, der uns vereint?
17. November 2011168 8 Hospodářské noviny Prag -
Debatten: Zur Verteidigung der Technokraten
17. November 2011192 11 The Guardian London -
Schuldenkrise: Europa gegen das Volk?
11. November 2011431 23 The Economist London -
Eurokrise: Technokratie ist nicht die Lösung
7. November 2011283 6 Il Sole-24 Ore Mailand -
Griechen-Referendum: Demokratie auf Ramsch-Status
2. November 20111012 18 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Sparmaßnahmen: Der Zynismus der griechischen Eliten
21. Oktober 2011459 5 The Guardian London -
Meinung: Demokratie, eine Bestandsaufnahme
14. Oktober 2011330 16 El País Madrid -
Rettungsschirm: Erspart uns den Euro-Neusprech
7. Oktober 201190 1 Süddeutsche Zeitung München -
Schuldenkrise: Vorsicht vor den Euro-Rettern
5. Oktober 2011140 7 Der Freitag Berlin -
Deutschland: Berlin im Bann der Piraten
20. September 20111103 5 Süddeutsche Zeitung München -
Eurozonenkrise: Nationale Identität als Rettungsanker
16. September 2011327 15 The Guardian London -
Politikfiktion: Aus eins mach drei
16. September 2011199 12 De Volkskrant Amsterdam -
9/11, 10 Jahre später: Der Osten steigt auf über Ground Zero
9. September 2011113 2 The Guardian London -
Eurokrise: Für einen neuen deutschen Weg
31. August 2011196 6 Der Spiegel Hamburg -
Jugend: Vandalismus der Verlierer
25. August 2011166 10 Die Welt Berlin -
Politic-Fiction: Eine eigenständige Supermacht
22. August 2011152 5 Le Figaro Paris -
Polen: Realitätsfremde Polen
18. August 2011PresseuropGazeta Wyborcza -
Endstation für den Euro 4/4: Endspiel in Shanghai
17. August 201148 1 Le Monde Paris -
Endstation für den Euro 3/4: Wall Streets gnadenlose Diagnose
16. August 201191 Le Monde Paris -
Endstation für den Euro 2/4: Der Schneeballeffekt
15. August 201183 Le Monde Paris -
Endstation für den Euro 1/4: Berlin bereitet Euro-Ausstieg vor
12. August 2011782 10 Le Monde Paris -
Schuldenkrise: Wo sind die Chefs?
8. August 2011382 5 The Guardian London -
Debatte: Der Irrsinn ist menschlich
1. August 2011105 1 Corriere della Sera Mailand -
Norwegen: Ein Niemand namens Anders Breivik
25. Juli 2011402 8 The Daily Telegraph London -
Eurokrise: Euro – ein rechter Traum platzt
13. Juli 2011851 11 The Guardian London -
Europäische Union: Demokratisieren hilft nichts
11. Juli 2011189 23 Der Spiegel Hamburg -
Debatte: Europa muss aufwachen
8. Juli 2011226 6 De Groene Amsterdammer Amsterdam -
Schuldenkrise: Europa braucht einen Marshallplan
6. Juli 2011324 4 The Guardian London
In einer multikulturellen, globalisierten Welt ist es gang und gäbe, mehrere Identitäten zu haben. Deshalb sollten die Staaten, so The Economist, den Zugang zur Nationalität – und zum Wahlrecht – leichter machen.
Während die Finanzkrise im Westen weiter grassiert, bricht die dominante Ideologie der über alles triumphierenden freien Marktwirtschaft zusammen. Doch welche neuen Trends zeichnen sich ab? Welche werden sich durchsetzen? Die Frage stellt sich Gideon Rachman.
Was wird das Jahr 2012 dem Projekt Europa bringen? Ein gemeinschaftliches System mit einer starken Europäischen Kommission oder ein dezentralisiertes, zwischenstaatliches System, wie es Deutschland will? Der Historiker Geert Mak hat ein düsteres Buch über die Zukunft der Europäischen Union geschrieben.
Wer Fehler macht, soll auch die Folgen spüren. - Dieses Kerngesetz der Marktwirtschaft wird seit den 5 Jahren Krise mit Füßen getreten. Die Politik muss entscheiden zwischen Wohlstand und Moral, schreibt die Zeit.
Von Belgrad, Zagreb oder Sarajevo aus gesehen, besitzt die wirtschaftliche und institutionelle Krise der Union einen Hauch von Déjà-vu. Manches erinnert an die Zeit vor dem Zusammenbruch der von Tito gegründeten Föderation, schreibt die serbische Tageszeitung Politika. Auszüge.
Literatur, Philosophie, Naturwissenschaften: Heute entwickeln sich die Hilfsmittel, mit denen wir die Welt verstehen, voneinander getrennt, wie der Intellektuelle und Humanist George Steiner bedauert. Dabei ist die Kultur das, was uns rettet, insbesondere in Europa.
Warum fällt es Deutschen und Polen schwer, sich zu verstehen? Woran erkennt man einen Polen? Wie können wir Deutschland zu einer nützlichen Vorherrschaft in der EU verhelfen? Hierzu ein paar Ideen des unklassifizierbaren polnischen Schriftstellers.
Mit ihrem Nein zur Rettung der Banken und der Erstattung der Auslandsschulden ihres Landes haben die Isländer gezeigt, dass es möglich ist, den Gesetzen des Kapitalismus zu entkommen und sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, freut sich ein Historiker.
Der Aufbau der europäischen Union brachte dem Alten Kontinent seinen Wohlstand zurück, doch er hat ihn seine Seele gekostet, bedauert der spanische Philosoph Rafael Argullol. Es ist noch nicht zu spät jene Werte, die Europas Stärke ausmachen zu bejahen, aber wir müssen uns beeilen.
Mit großer Geste schwenken Europas Politiker gerne die Fahne des Gemeinschaftssinns. Doch in der Tagespolitik strafen sie ihre vermeintliche Tugend Lügen. Fortsetzung der von der Zeit initiierten Sünden-Tour durch Europa.
Mit großer Geste schwenken Europas Politiker gerne die Fahne des Gemeinschaftssinns. Doch in der Tagespolitik strafen sie ihre vermeintliche Tugend Lügen. Die Zeit erstellt einen Katalog der Egoismen, die der Gemeinschaft Schaden zufügen.
Falls sie von den 27 abgesegnet wird, dann wäre die von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy vorgeschlagene Fiskalunion ein neuer, entscheidender Schritt in Richtung des europäischen Föderalismus. Doch sind auch alle bereit, den Preis dafür zu zahlen und ihre Haushaltsautonomie aufzugeben?
Es reicht ihm. Der Philosoph hat seinen Schreibtisch verlassen, weil er die Idee von Europa retten will: vor unfähigen Politikern und der dunklen Macht der Märkte.
Wird die EU zu einem Europäischen Empire deutscher Prägung? Diese Furcht ist verbreitet und beschrien, aber wir sollten sie nutzen und uns endlich eine neue Organisationsform für die Union ausdenken, schlägt Ulrich Beck vor. Einer Union, die sich auf die Gemeinschaft ihrer Bürger stützt.
Angst, Alarm, Apokalypse: Stimmungen statt Fakten steuern den Menschen, schreibt Zukunftsforscher Matthias Horx. Das gilt auch für die Euro-Krise.
Im Schatten der Krise entsteht ein neues Europa, dominiert von Mutlosigkeit und Misstrauen gegenüber der Politik, von Nationalismus und lslamfeindlichkeit. Eine Bedrohung, die ernster zu nehmen sei, als die Zahlen der Schuldenkrise, schreibt Afonbladet.
Schulden und Sparpolitik sind für die meisten Europäer die neue Realität. Für manche jedoch ist diese Situation eine Gelegenheit, schnellen Profit zu schlagen. Wie man in diesem Kontext überhaupt noch von Völkern und Gemeinschaft sprechen kann, fragt der irische Kolumnist John Waters.
Eine Familie mit überstrengen Eltern, schwarzen Schafen und tough love: das ist heute Europa, meint ein Redakteur der Zeit und ruft dazu auf, die historisch beispiellose Kultur der Solidarität zu verteidigen.
Was Deutschlands Führung in der EU bedeutet, ist nicht so ganz klar – am wenigsten den Deutschen selbst. Ein Spiegel-Kolumnist sucht die Antwort in zwei Büchern zwischen der verlorenen Seele und dem Genius des Landes.
Die politischen Machtwechsel in Griechenland, Italien und Spanien zeigen, dass die europäischen Politiker die Machtverhältnisse zwischen Gesellschaft und Staat, zwischen Wirtschaft und Politik umwälzen. Nur weiß niemand, wo darin der Platz der Bürger sei, meint der französische Philosoph Etienne Balibar.
“Europa spricht Deutsch”, posaunt Volker Kauder und sorgt damit für Verstimmung bei Deutschlands Nachbarn. – Vielleicht war das aber eine dringend notwendige kalte Dusche, bemerkt die Berliner Zeitung. Denn ein Bund freier Demokratien sieht anders aus.
In der derzeitigen Krise dozieren die Holländer gerne über die Bürger in Europas kränkelnden Volkswirtschaften von Griechenland bis Italien. Jetzt, da aber die Rezession droht, sollten sie eines nicht vergessen: ihr eigener Wohlstand beruht nicht nur auf ihren Tugenden.
Ein Feindbild ist das Beste, um eine kollektive Identität zu schaffen. Doch diese Lebensweisheit aus dem 19. Jahrhundert trifft auf die aktuelle Krise kaum zu. Nur wenn die Europäer ihr Verhältnis zur Macht ändern, können sie gemeinsam die Krise bewältigen, schreibt ein tschechischer Journalist.
Die Ernennung von Lucas Papademos und Mario Monti in Griechenland und Italien wurde in der britischen Presse heftig kritisiert. Doch außerhalb Großbritanniens haben Fachexperten oft eine positive Rolle in der Politik gespielt. Deshalb sollten wir aufhören, über die Technokraten herzuziehen, meint der Guardian-Journalist Philip Oltermann.
Die Bemühungen zur Rettung des Euro können nicht unendlich gegen den Willen der Wähler ablaufen, mein Charlemagne von The Economist.
Regierungen von “Experten”, die in Italien und Griechenland vorgeschlagen wurden, könnten in Notsituationen gewiss gute Entscheidungen treffen, doch sie würden das Misstrauen der europäischen Bürger gegenüber einer noch indirekteren Demokratie noch vertiefen. Um dies zu vermeiden, muss die Politik ihre Rolle zurückgewinnen.
Wer seinem Volk eine Schicksalsfrage zur Abstimmung vorlegt, gilt in Europa als gemeingefährlich. Das ist die Botschaft der Märkte und seit Montag Abend auch der Politik.
Nach zwei Tagen massiver Streiks und Straßenschlachten scheint Griechenland langsam immer näher an den Abgrund zu rücken. Die europäischen Staats- und Regierungschefs versammeln sich am Sonntag zu einem allerletzten Versuch, den Euro zu retten. Ein griechischer Autor verurteilt die griechischen Eliten, die sein Land in diese kritische Situation gebracht haben.
In Griechenland sind sie auf der Straße, in Spanien besetzen sie Plätze, und auf der anderen Seite des Atlantiks wollen sie der Wall Street die Stirn bieten: Kritiker der bestehenden Ordnung. Die Idee der Demokratie, ob direkt oder indirekt, steckt in der Krise und muss sich dringend erneuern.
Der deutsche Ausdruck für Euro-Rettungsfonds ist der “Rettungsschirm”. Das ist ein einfaches Wort, um komplexe Finanzmechanismen zu beschreiben. Aber der Vergleich hinkt, gewaltig!, schreibt Axel Hacke.
Wer Europa retten möchte, der sollte sich jetzt gegen Kanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy & Co. wenden. Denn sie werben für eine Union mit Demokratiedefizit, Steuerwettlauf und Sozialdumping.
Sie fordern Transparenz und direkte Demokratie, und fast jeder zehnte Berliner Wähler gab ihnen ihre Stimme. Die Piratenpartei ist nicht mehr nur eine Partei für Net-Nerds in Kapuzenpullis, sondern vertritt gesamtgesellschaftliche Forderungen, schreibt die Süddeutsche.
Der sich anbahnende griechische Zahlungsausfall hat eine arrogante, anmaßende EU zum Wendepunkt geführt. Und die Rückkehr zu einer nationalen Dimension ist das Resultat, auf das wir uns freuen können, schreibt ein britischer Journalist.
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Manche Länder der Gemeinschaftswährung haben nur wenig gemeinsam, was eine Bewältigung der Krise unmöglich macht. Die Lösung, schreibt ein niederländischer Ökonom, sei die Schaffung von drei Euro-Gruppen, mit mehr oder minder strengen Auflagen.
Wir haben die Jahre nach den Angriffen auf Amerika damit verbracht, uns auf die Terrorbedrohung und die Kriege in Afghanistan und den Irak zu konzentrieren. Dabei haben wir den wahren globalen Wandel aus den Augen verloren: Den langsamen und unaufhaltsamen Aufstieg Chinas, schreibt The Guardian
Angesichts der Krise und der Protesbewegungen der europäischen Jugend gibt es nur eine Lösung: mehr Europa. Ein politisches Ziel, das Angela Merkel mutig zur Priorität machen muss, so wie früher die Ostpolitik in den siebziger Jahren, meint der Soziologe Ulrich Beck.
Aus dem friedlichen Europa wird wieder ein brodelnder Kontinent. In Frankreich, Griechenland und Spanien protestieren Jugendliche gegen ihre Situation, in London legen sie Stadtteile in Schutt und Asche. Was läuft da schief?
Der Figaro beginnt seine Sommerserie "Die Welt in 20 Jahren" mit einer europäischen Episode: Die Taufe des Flaggschiffs der europäischen Kriegsmarine im Jahr 2031 gibt den Startschuss für die lang erwartete gemeinsame EU-Verteidigung, das letzte Element des acht Jahre zuvor eingeleiteten „Großen Auffahrens“, mit dem die EU endlich auf internationaler Ebene den ihr gebührenden Platz einnimmt.
Vierter und letzter Teil der Fiktion von Le Monde. Nach wochenlanger Recherche schafft es eine Journalistin des Wall Street Journal, die Quelle des Dokuments, welches die Eurozone erschüttert und weltweit die Börsen in Panik versetzt, zu interviewen.
Die um den US-Finanzguru George Soros und den ehemaligen EU-Kommissar versammelte Elite der Hochfinanz kann nur feststellen, dass der Euro aufgrund der Unfähigkeit der europäischen Politik in der Sackgasse steckt.
Fortsetzung der Fiktion aus Le Monde „Endstation für den Euro“: Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, den Euro-Stabilitätsfonds für unrechtmäßig zu erklären, scheinen die 27 EU-Mitglieder sich mit der Idee abzufinden, das ein Land aus der Eurozone aussteigt.
Am Abend seiner Wiederwahl erfährt Nicolas Sarkozy, dass die parteiinternen Gegner von Angela Merkel ihren Sturz vorbereiten und aus dem Euro aussteigen wollen. Kurz darauf erklärt das deutsche Bundesverfassungsgericht den permanenten Stabilitätsmechanismus für rechtwidrig. Le Monde beschreibt das gar nicht so unwahrscheinliche Ende der Gemeinschaftswährung... als Politfiktion.
Bestenfalls gelähmt, schlimmstenfalls verantwortungslos treten die meisten europäischen Politiker in der Eurokrise auf. Der Ernst der Lage fordert aber starke Männer und Frauen mit zündenden Ideen, die die Dinge in die Hand nehmen, und sich nicht von ihnen treiben lassen.
Abgesehen von den politischen Delirien, die Anders Breivik getrieben haben, ist es das Böse in seiner dümmsten Form, das am 22. Juli zum Vorschein kam, schreibt der italienische Schriftsteller Claudio Magris.
Am Geisteszustand des norwegischen Massenmörders gibt es nichts zu untersuchen. Wir können seine infantile Ideologie ignorieren. Anders Breivik war nur an sich selbst interessiert, schreibt Boris Johnson.
Während die Existenz des Euro in Frage gestellt wird, erinnert ein amerikanischer Wirtschaftsexperte an den grundlegenden Unterschied zwischen der Einheitswährung und der Europäischen Union: Erstere ist das Resultat einer sehr rechtslastigen Politik, zweitere entstammt einem tief solidarischen Projekt. Der Tod der einen ist nicht gleichbedeutend mit dem Tod der anderen.
Die EU steht vor einer Unzahl von Problemen. Dennoch wird eine Demokratisierung Europa nicht retten. Eher sollten die Eliten ihre Handlungsfähigkeit verbessern, und die Peripherie Macht abgegeben, schreibt der Politikwissenschaftler Herfried Münkler. Auszüge.
Welches ist die Rolle des Westens im 21. Jahrhundert? Wenn die Europäische Union nicht fähig ist, sich neu zu erfinden und die Lage in den Griff zu bekommen, besteht kaum Hoffnung, argumentiert der Historiker Geert Mak und appelliert an sein Land und die Europäische Union, dem Projekt Europa neues Leben einzuhauchen.
Nach Meinung der zögerlichen Führungskräfte Europas ist jeder neue Marshallplan zum Scheitern verurteilt.
Was die EU verzweifelt braucht? Weitsicht, die Bereitschaft zur Umschuldung und Finanzinstitutionen, meint der englische Journalist und Historiker Mark Mazower.