Ideen
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Interview (2/2): Glucksmann: „Europa leidet auch am Scheitern der Intellektuellen“
4. September 201217113 Der Spiegel Hamburg -
Interview (1/2): Glucksmann: “Das Krisenbewusstsein kennzeichnet die europäische Moderne"
3. September 20121359 Der Spiegel Hamburg -
Debatte: Fremde Freunde Europäer
22. August 201239090 Dagens Nyheter Stockholm -
Debatte: Für die Vereinigten Kleinstaaten von Europa
8. August 201236799 EUobserver.com Brüssel -
Debatte: Europa ist wie Japan 1860
6. August 201228837 Svenska Dagbladet Stockholm -
Debatte: Der Euro unseres Unbehagens
2. August 201215548 Público Lissabon -
Jugend: Warten auf den europäischen Frühling
1. August 201248419 Polityka Warschau -
Eurokrise: Was gesagt werden muss
26. Juli 201222447 Süddeutsche Zeitung München -
Debatte: Eine sozialistische Mumie namens EU
18. Juli 201218654 Rzeczpospolita Warschau -
Geopolitik: In dieser Welt werden wir nie souverän sein
13. Juli 201239160 The Times London -
Debatte: Leben im norwegischen Stil
13. Juli 201219074 The Daily Telegraph London -
Debatte: Europäer kommen zuerst aus Nationen
10. Juli 201220888 NRC Handelsblad Amsterdam -
Debate: Die EU ist ein Reich, und Reiche verheißen Krieg
9. Juli 20121146120 NRC Handelsblad Amsterdam -
Debatte: Die Manipulation von Europas DNA
6. Juli 20129629 Gazeta Wyborcza Warschau -
Debatte: Fünf Vorschläge für ein neues Europa
4. Juli 2012277122 Internazionale Rom -
Krisenpolitik: Das Ende der Methode Merkel
3. Juli 201215638 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Debatte: Zurück ins demokratische Mittelalter
19. Juni 201245915 The Daily Telegraph London -
Griechenland: „Wir leben im Licht eines toten Sterns“
17. Juni 201238350 Le Monde Paris -
Debatte: Welchen Weg nimmt Europa in der Krise?
15. Juni 2012285PresseuropHandelsblatt -
Debatte: Gegenüber der EU in Hass und Liebe vereint
12. Juni 201217829 Spiked London -
Wahlen in Griechenland: Rettet Europa vor unseren Rettern
1. Juni 201298556 London Review of Books London -
Humor: In der Krise sind auch Götter machtlos
25. Mai 201232665 The Times London -
Debatte: Europa hat jetzt die Wahl
25. Mai 20129829PresseuropThe Economist -
Krise in der Eurozone: Isoliert die Deutschen nicht
22. Mai 2012145237 The Independent London -
Debatte: Konservative: die Verpackung macht’s
21. Mai 20121578 Aftonbladet Stockholm -
Krise in der Eurozone: Lasst uns amerikanischer sein
18. Mai 20129425 Hospodářské noviny Prag -
Eurokrise: Athens Schrei vernehmen
17. Mai 20121040176 La Repubblica Rom -
Debatte: Die große Koalition Europas
16. Mai 201216015 Süddeutsche Zeitung München -
Debatte: Eine Petition voller Naivität
10. Mai 20125712PresseuropAftonbladet -
Eurokrise: Wenn das Volk zum Störfaktor wird
24. April 2012137898 Frankfurter Rundschau Frankfurt -
Eurokrise: Schadenfreude, mon amour
13. April 2012303165 El País Madrid -
Wirtschaft: Griechenland ist unsere Vorhut
28. März 2012129101 Hospodářské noviny Prag -
Niederlande: Was ist mit Holland los?
26. März 201225828 NRC Handelsblad Amsterdam -
Debatte: Der Deutsche ist kein Arbeitstier mehr
21. März 201235350 The Guardian London -
Debatten: Das Ende der Ideologien
15. März 201245613 Polityka Warschau -
Fiskalpakt: Der Sieg der Margaret Thatcher
12. März 201228525 Aftonbladet Stockholm -
Wirtschaft: Ist Keynesianismus heute ein Gedankenverbrechen?
7. März 201255948 The Irish Times Dublin -
Debatte: Finanzkrise: Politiker auf die Anklagebank?
6. März 201245520 El País Madrid -
Europäischer Rat: Es gibt Alternativen zum Fiskalpakt
2. März 201215842 The Independent London -
Fiktion: Per Anhalter durch die Eurokrise
2. März 201234410 Cicero Berlin -
Eurokrise: Europas Abschied von der Solidarität
24. Februar 201233186 Financial Times London -
Eurokrise: Wie Brüssel Griechenland verwüstet
17. Februar 2012663102 The Daily Telegraph London -
Debatten: Die Nationen werden Europa retten
16. Februar 201217030 Gazeta Wyborcza Warschau -
Debatte: Griechische Faulpelze! Das ideale Vorurteil
13. Februar 201287028 CriticAtac Bukarest -
Deutschland: Nennt uns Nazis, wenn’s euch Spaß macht
3. Februar 2012436304 Die Zeit Hamburg -
Schuldenkrise: 10 Thesen gegen den Aberwitz
27. Januar 2012162524 Süddeutsche Zeitung München -
Debatte: Der Krieg als Argument zieht nicht mehr
19. Januar 201218567 De Morgen Brüssel -
Schottland: Wie das Königreich noch zu retten ist
13. Januar 201215425 The Guardian London -
Nationalität: Doppelte Staatsangehörigkeit, dein ist die Zukunft
11. Januar 201231316 The Economist London -
Debatte: Die freie Ideenwirtschaft
10. Januar 20123248 Financial Times London
Europa durchläuft eine Vertrauenskrise und ist gezwungen, seine demokratischen Grundlagen zu überdenken. Bei diesen Herausforderungen ist es nötig, die Solidarität innerhalb der EU zu stärken und eine Gemeinschaft aufzubauen, die offensiver auf die Herausforderungen von Außen reagiert, meint der französische Intellektuelle André Glucksmann.
Gebeutelte Finanzen, destabilisierte Gesellschaften, ein geschwächtes Gemeinschaftsprojekt: die Probleme, mit denen die EU nun seit einigen Jahren ringt, sind vielfältig. Nach der Sommerpause stehen für die Politiker und Bürger Europas einige wichtige Entscheidungen bevor. Der Spiegel hat mit dem französischen Intellektuellen André Glucksmann gesprochen, wie wir dafür einen neuen Antrieb finden können.
Kulturelle Unterschiede hindern die Europäer daran, eine wirklich einheitliche Gemeinschaft zu schaffen. Nicht die unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen. Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass es so schlecht um die Union steht.
Die Größe eines Landes ist entscheidend: wirtschaftlich, diplomatisch und auch in der Verwaltung. Im weltweiten Vergleich sind die EU-Staaten einfach zu klein. Die Lösung? Europa nach dem Vorbild der USA umbilden. Das zumindest schlägt der Journalist Philip Ebels vor.
Erdacht, um ein halbes Jahrtausend Konflikt zu beenden, steht die politische Einigung Europas heute vor einer unsicheren Zukunft. Weder teilen die Europäer noch eine gemeinsame Vision, noch werden die USA die Existenz des Euro akzeptieren, sagt der portugiesische Essayist Eduardo Lourenço.
Jeder fünfte Jugendliche in Europa ist heute arbeitslos. In manchen Ländern sogar jeder zweite. Auf solche Zahlen wartete die Jugend in arabischen Staaten nicht, um sich gegen ihre Regierungen aufzulehnen. Was wird geschehen, wenn unser Sozialmodell ihnen auch die letzte Hoffnung raubt?
Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, die Fakten schonungslos auszusprechen. Gut, dass wir uns da auf die Politik verlassen können, konstatiert die Süddeutsche Zeitung und druckt ein Best-of der Politiker-Sprüche zur Eurokrise.
Europa wird überreguliert und von einer selbstzufriedenen Bürokratie verwaltet. Zudem verlässt man sich zu sehr auf staatliche Interventionen. Sollte die EU nicht ihren unternehmerischen Geist wiederfinden, wird sie im Museum enden, meint der ehemalige polnische Verhandlungsführer für den EU-Beitritt seines Landes.
Euroskeptiker wettern über die an Brüssel abgetretene Souveränität. Aber warum echauffieren sie sich nicht darüber, dass Staaten seit 1945 auch Macht an Organisationen wie die Vereinten Nationen, die NATO und den Weltwährungsfonds abgetreten haben.
Norwegen, das zum Europäischen Wirtschaftsraum, aber nicht zur EU gehört, ist das Traumland für die britischen Euroskeptiker. Doch wäre dieser Status auch etwas für Länder, die das sinkende europäische Schiff verlassen wollen?
Die EU ist ein Reich, sagt Historiker Thierry Baudet. Das sei auch in Ordnung so, antwortet Philosoph Roger Scruton, solange sie die Nationen unter ihrem Dach nicht abwertet. Denn aus ihnen komme der Gemeinschaftssinn.
Die EU hat den Frieden in Europa gesichtert, heißt es. Der Historiker Thierry Baudet sieht das anders. Seine provokante These lautet, dass ein Prozess, in dem Staaten ihre Souveränität abgegeben, unausweichlich zu Konflikten führt. Daher empfielt er: Raus aus dem Euro und die nationalen Grenzen wiederherstellen.
Ob es nun wirtschaftliche Solidarität oder politische Einheit bedeutet, „Mehr Europa“ scheint der Ausweg aus der aktuellen Krise zu sein, schreibt ein polnischer Redakteur. Doch wie können wir das erreichen, ohne die Kluft zwischen dem, was die EU braucht, und dem, was die europäischen Gesellschaften zu akzeptieren gewillt sind, noch zu vertiefen?
Die politische Union als logische Folge der Währungsunion kann nur entstehen, wenn die EU sich mit demokratischeren Strukturen ausrüstet, die mehr Europäer einbezieht. Eric Jozsef, Redakteur bei Internazionale, macht einige Vorschläge, wie das bewerkstelligt werden könnte.
Lasst mich machen und vertraut mir! — Die typische Methode der deutschen Kanzlerin stößt in der Krise Europas an ihre Grenzen. Wenn sie Unterstützung für ihre Politik finden will, muss sie mit den Menschen auf dem ganzen Kontinent kommunizieren.
Die verheerenden Auswirkungen der Sparpolitik auf die griechische Bevölkerung sind eine Warnung, dass die Geschichte kein endloser Steigflug zu Fortschritt und Erleuchtung ist. Zivilisationen können auch zusammenbrechen, warnt Boris Johnson.
Der Dramatiker Dimítris Dimitriádis glaubt, dass die griechische Krise das Ergebnis eines mehrere Jahrhunderte anhaltenden Verfalls im Zeichen der Auflösung des Staats und des Verlusts von moralischem Sinn ist. Für ihn ist sein Land tot, und um neu aufzuleben, muss es diesen Tod akzeptieren.
Die Europafreunde halten Brüssel für das Allheilmittel und die Euroskeptiker behaupten, es ist die Quelle allen Übels. Doch sind sie wirklich so verschieden? Das fragt Spiked-Redakteur Brendan O’Neill.
Am 17. Juni könnten die Griechen jene Parteien stürzen, die Technokraten und Finanzorganen die Hand reichen, Sparsamkeit predigen und, wie viele befürchten, der Demokratie das Wasser abgraben wollen. Darum sollten wir ihnen beistehen, meint der Philosoph Slavoj Žižek.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Indem sie den Rettungsschirm für die krisengeschädigten Länder der Eurozone unterstützte, ging Angela Merkel schon sehr viel weiter als es ihre Wähler gerne sehen. Die Euro-Bonds, die der neue französische Staatspräsident François Hollande erzwingen will, sind aber wohl ein Schritt zuviel.
Vor einem Jahrzehnt noch triumphierte die Sozialdemokratie in zahlreichen Ländern Europas. Heute ist sie kaum noch irgendwo an der Macht. Weil es ihr an neuen Ideen fehlt und vor allem, weil die Konservativen ihre Themen und Terminologie kopierten, um den Erwartungen der Wähler entgegen zu kommen.
Die Griechenland-Krise und das mangelnde Durchsetzungsvermögen der EU-Führungsspitzen haben die eigentliche Herausforderung für die Zukunft der EU in den Hintergrund gedrängt. Im Gegensatz dazu haben die Vereinigten Staaten von Amerika effiziente Lösungen gefunden. Für einen tschechischen Kolumnisten ist es höchste Zeit, sich davon inspirieren zu lassen.
Statt die griechischen Verantwortungsträger wie Aussetzige und ihre Wähler wie Pestkranke zu behandeln, täten die europäischen Führungsspitzen, und allen voran die Deutschen, besser daran, ihnen Gehör zu schenken. Stattdessen haben sie nur ihre wirtschaftlichen Forderungen im Kopf. Allerdings lassen sie dabei die demokratischen Grundsätze außer Acht und nagen so am Fundament der Union.
Bisher war eine ideologische Auseinandersetzung in Europa kaum möglich - aus Mangel an demokratischer Debattenkultur. Mit einem französischen Präsident und einer Kanzlerin, die unterschiedliche politische Leitlinien verfolgen, könnte die Union lernen, zu diskutieren, und somit die Leidenschaft der Europäer neu entfachen.
Auf den Finanzmärkten geht ein Gespenst um: dass, das Heer von Arbeitslosen und Armen die Politik der Mächtigen nicht mehr abnickt. Allzu viel Demokratie wollen deshalb weder Politiker noch Wirtschaftsbosse wagen.
In Spanien steht die Finanzkrise wieder vor der Tür, während die übrigen EU-Länder sich beglückwünschen, dass nicht sie von dem Missgeschick betroffen sind. Diese Schadenfreude könnte Europa ins Verderben stürzen, warnt ein spanischer Politologe.
Ein Fast-Bankrott wie in Griechenland erwartet auch die anderen Länder, sollten sie ihre Verschuldung nicht in den Griff kriegen, meint ein tschechischer Wirtschaftsexperte. Es ist im Interesse aller Länder, sich gemeinsame Regeln zu geben, gemeinsame Disziplin, kurz: den Fiskalpakt. Auch Tschechien.
Das Schweigen des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte über die Anti-Migranten-Website der PVV von Geert Wilders ist symptomatisch, meint Paul Scheffer. Es fehlt an Visionen zur Zukunft einer Einwanderungsgesellschaft in den Niederlanden.
Viele Länder, allen voran Großbritannien, sehen zu den Deutschen als einem hart arbeitenden Volk auf. Doch solche Eigenschaften gehören schon lange der Vergangenheit an, schreibt der Guardian.
In einer Welt, in der die Krise die Wirtschaftsmodelle und die Geschichte in Frage stellt, kann – so scheint es – keine alternative Utopie entstehen. Aber angesichts des Vertrauensverlustes in die Politik, werden wir weder einen Lenin noch einen Hitler mehr bekommen, allerdings auch keine großen Politiker, wie ein polnischer Kolumnist bemerkt.
Der Anfang März unterzeichnete Fiskalpakt, der den Euro dauerhaft stabilisieren soll, ist nichts anderes als ein „autoritärer Kapitalismus“, wie ihn sich die Eiserne Lady vorstellte. Die Haushaltskürzungen werden allerdings nicht mehr von demokratisch gewählten Regierungen, sondern den Finanzmärkten entschieden, so ein schwedischer Kommentator.
Irland wird das einzige Land sein, das öffentlich über den EU-Fiskalpakt abstimmt. Doch in Wirklichkeit, so meint Journalist Fintan O’Toole, steht etwas anderes auf der Tagesordnung: Neoliberale Ideologie wird zum Status eines unumstößlichen Gesetzes erhoben.
Das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen isländischen Premier begann am 5. März. Geir Haarde wird beschuldigt, 2008 beim Ausbruch der Finanzkrise in seinem Land untätig geblieben zu sein. Sollte man diesem Beispiel auch in anderen Ländern folgen? El País stellte mehreren Experten und Journalisten die Frage.
Der neue Vertrag, den 25 Mitgliedsstaaten am 2. März in Brüssel unterzeichnet haben, soll ein neues Zeitalter der fiskalen Verantwortlichkeit und der Wirtschaftsunion einleiten. Er ist jedoch unausgereift und verstärkt das Demokratiedefizit der EU, findet ein britischer Journalist.
Und wenn die Eurokrise nur ein perfides Experiment wäre? Aufgestellt von einem globalen Zentralrechner? Der Berliner Kabarettist Horst Evers spielt die Eurokrise durch, aber nach den Regeln des Alternativ-Universums von Douglas Adams. Die Menschheit besteht ihre Aufgabe... nicht.
Die Solidarität, die immer im Kern des europäischen Projekts stand, beruht heute auf nüchternem Eigeninteresse. Will die EU die aktuelle Krise überwinden, muss sie diesen einfachen Grundsatz wieder neu erlernen.
Das in einer bodenlosen Rezession versunkene Griechenland wird von einer “inkompetenten” EU und ihrem “unbarmherzigen” Währungskommissar Olli Rehn erstickt, moniert Peter Oborne in einer beißenden Kritik.
Indem die Politik ein föderales Europa über die Gemeinschaftswährung aufbauen wollte, hat sie die Macht faktisch der Wirtschaft überlassen. Um sie wieder zu erobern und die Bürgern mit einzubeziehen, muss heute am Aufbau einer Föderation der Nationen gearbeitet werden, meint ein polnischer Historiker.
Arm also schuldig: Befeuert durch die griechische Krise sieht es so aus, als würde diese Einschätzung der Südeuropäer im Norden Europas immer mehr zum Konsens werden. Eine vereinfachte und verlogene Analyse, die uns davon ablenken soll zu verstehen, was wirklich vor sich geht.
“Gauleiter”, “Besatzungsmacht” – es ist jedes Mal dasselbe: Berlin versucht seine Position in der Eurokrise durchzusetzen und wird im Gegenzug mit Nazi-Vergleichen überzogen. Die Zeit überlegt, wie die Deutschen damit umgehen sollten.
Es ist der Wahnsinn, der zur Selbstverständlichkeit wurde: Seit Jahren wird das Gemeinwesen geplündert und die Demokratie ruiniert. Der deutsche Schriftsteller Ingo Schulze hat genug. Zehn Gründe, sich selbst wieder ernst zu nehmen.
Heute, in Zeiten der Krise, braucht die europäische Integration eine neue Legitimität, die über das ursprüngliche Prinzip der Väter der Union „Nie wieder Krieg“ hinausgeht. Die europäischen Politiker sollten beim Wähler verteidigen, was die Union den Menschen konkret bieten kann, anstatt weiterhin das Abschreckungsargument „Krieg“ zu benutzen, meint Paul Schaeffer.
Die meisten Schotten sind zwar gegen einen völligen Bruch mit Großbritannien, doch sie befürworten eine Form der Autonomie, zu welcher die Erhebung eigener Steuern gehört. Die widerstrebenden Engländer sollten dies akzeptieren, findet Simon Jenkins.
In einer multikulturellen, globalisierten Welt ist es gang und gäbe, mehrere Identitäten zu haben. Deshalb sollten die Staaten, so The Economist, den Zugang zur Nationalität – und zum Wahlrecht – leichter machen.
Während die Finanzkrise im Westen weiter grassiert, bricht die dominante Ideologie der über alles triumphierenden freien Marktwirtschaft zusammen. Doch welche neuen Trends zeichnen sich ab? Welche werden sich durchsetzen? Die Frage stellt sich Gideon Rachman.