Kultur & Debatten
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Eurozone: Europa braucht einen Martin Luther
17. Mai 2013536168 La Repubblica Rom -
Europäische Union : „Europa mit links“
16. Mai 2013633PresseuropDie Tageszeitung -
Internationaler Handel: Kulturelle Ausnahme: Paris findet Verbündete
15. Mai 2013747PresseuropLa Tribune -
Deutschland: Eine vernichtende Niederlage für Google
15. Mai 2013763PresseuropDie Welt -
Europatag : Das europäische Projekt ist gescheitert
9. Mai 2013130389 Il Sole-24 Ore Mailand -
Europatag: Die Staaten blockieren den Aufstieg
9. Mai 2013322133 Il Sole-24 Ore Mailand -
Island: Erneuerung durch Architektur
7. Mai 2013269 Público Lissabon -
Kultur: „200 Jahre Kierkegaard, Philosoph der Freiheit”
3. Mai 20132625PresseuropDe Groene Amsterdammer -
Medien: „Die Pflicht zu Erzählen”
3. Mai 2013381PresseuropLa Stampa -
Demokratie: Mehr Schweiz wagen!
1. Mai 201385542 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Design: Rasante Architektur für die EZB
26. April 201312935 Der Spiegel Hamburg -
Ideen: Aus der Traum von Europa?
25. April 201394266 Kultura Sofia -
EU-USA: EU-Filmemacher verteidigen kulturelle Ausnahme
24. April 2013764PresseuropLes Echos -
Frankreich: „Über Deutschland”… und ein großes Missverständnis
24. April 201321239 Le Monde Paris -
Belgien: Brüssel: Neuer Hotspot in der Kunstszene
18. April 20133172 NRC Handelsblad Amsterdam -
Debatte: Das Herz Europas
18. April 2013426155 El País Madrid -
Debatte: Die E-Demokratie ist nur der erste Schritt
16. April 201343826 La Stampa Turin -
Gesellschaft : Pulverfass Mittelschicht
10. April 2013325824 Wprost Warschau -
Dänemark: Recht auf Privatsphäre: EU-Kommissarin rügt Dänemark
10. April 2013343PresseuropPolitiken -
Demokratie: Für eine europäische Republik
5. April 20131256299 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Niederlande: Rembrandt ist wieder an seinem Platz
5. April 2013473PresseuropDe Volkskrant -
Internet: Google und Datenschutz: Machtprobe mit den EU-Staaten
3. April 2013663PresseuropFinancial Times, The Daily Telegraph -
Ungarn: Budapest ist ein kulturelles Trümmerfeld
29. März 2013212628 Der Freitag Berlin -
Fernsehen: Euronews: der Info-Turm zu Babel
29. März 201320722 La Croix Paris -
Deutschland: Schlupfloch für Investor
28. März 2013261PresseuropNeues Deutschland -
Debatte: Ein „lateinisches Reich“ gegen die deutsche Übermacht
26. März 20133095491 Libération Paris -
Europäische Union: Zeit für neue Wege
25. März 201334590 La Repubblica Rom -
Island: Wohlstand durch Kunst
22. März 20131488826 El País Madrid -
Ungarn: „Szaniszló gibt seinen Preis zurück”
21. März 2013312PresseuropMagyar Hírlap -
Großbritannien: „Abgeordnete stimmen über Pressegesetz ab“
18. März 201341PresseuropThe Sun -
Europäische Union: Das Problem mit Deutschland
15. März 2013310270PresseuropNew Statesman, The Daily Mail -
Europäische Institutionen: Große Ideen, leere Worte
15. März 201318525 Revue Politika Brünn -
Tschechische Republik: Ein Spielplatz für Hacktivisten ?
13. März 2013714 Respekt Prag -
Debatte: Europa hat seine Bürger verloren
11. März 201380698 El País Madrid -
Debatte: Wir, das verlorene europäische Volk
6. März 2013586215 The New York Times New York -
Ungarn: Klubrádió hat gewonnen
6. März 201355PresseuropNépszabadság -
Debatte : Populismus nach Grillos Art
4. März 201322417 De Morgen Brüssel -
Benedikt XVI.: „Amen“
28. Februar 2013148PresseuropFrankfurter Rundschau -
Internet: Spionage-Spam vom Staat
22. Februar 20134219 Süddeutsche Zeitung München -
Deutschland: Preußlers Ewigkeit
21. Februar 201316PresseuropSüddeutsche Zeitung -
Internet: Bald Strafen für Google?
20. Februar 2013532PresseuropLe Monde -
Rumänien: Im Kino lohnt sich Selbstkasteiung
19. Februar 2013137 Adevărul Bukarest -
Kino: „Nazif Mujic reist mit zwei Bären nach Sarajevo zurück“
18. Februar 201329PresseuropOslobođenje , Oslobođenje -
Vatikan: Benedikt XVI.: „Ich verlasse das Boot Petri“
12. Februar 20132PresseuropGazeta Wyborcza -
Vatikan: „Der leere Stuhl... Wer wird Nachfolger von Papst Benedikt XVI.?“
12. Februar 2013177PresseuropThe Irish News -
Vatican: „Papst-Abschied vor einem Jahr beschlossen“
12. Februar 2013222PresseuropLa Stampa -
Vatikan: „Keine Kraft mehr!“
12. Februar 20131520PresseuropBild -
Raubkopierer: Schwarze Flagge über dem Filmgeschäft
8. Februar 2013283PresseuropDie Zeit -
Deutschland: Es war einmal ein Märchen
4. Februar 2013336PresseuropDie Tageszeitung -
Deutschland: Ich lach mich braun – Hitler sells
1. Februar 201338869 Le Temps Genf
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Die EU wird zur verdorbenen Kirche, in der Deutschland mit dogmatischer Orthodoxie im Wirtschaftsbereich den Ton angibt. Die Politik muss durch ein protestantisches Schisma von der Basis aus die Kontrolle zurückerlangen, fordert Repubblica-Leitartiklerin Barbara Spinelli.
Die Europäische Union begründet sich auf wirtschaftliche, politische und geopolitische Kriterien, nach denen man sie auch beurteilen sollte. Das Urteil des englischen Historikers Niall Ferguson ist gnadenlos.
Für den Leiter der Zeit, Josef Joffe, wurde das Experiment Europa mitten in seinem Elan gestoppt, weil die Mitgliedsstaaten nicht bereit sind, auf ihre Souveränität zu verzichten.
Das Konzerthaus Harpa in Reykjavik, das gerade errichtet wurde, als die Finanzblase platzte, symbolisiert den Aufschwung der isländischen Wirtschaft nach den langen Krisenjahren. Auch deshalb wurde es 2013 mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur ausgezeichnet.
Direkte Demokratie täte auch der EU gut. In der Schweiz zeigt sich, dass der Staat schlanker und die Verschuldung geringer ist, je mehr die Bürger direkt über die Politik entscheiden und sie kontrollieren können. Aber ein EU-weites Referendum über Eurobonds ginge nicht.
Für das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt hat sich der Wiener Architekt Wolf D. Prix vom schnellen Spiel des FC Barcelona inspirieren lassen. Von zwei avantgardistisch verdrehten Türmen aus wird die Zentralbank zukünftig Europa durch die Krise steuern.
Amnesie, Rezession, Versagen der Eliten, Spaltung… Das freie, solidarische Europa, von dem die unterdrückten Völker aller Welt träumten, existiert nicht mehr. Und die europäischen Politiker wagen nicht, es zuzugeben, meint der bulgarische Politologe Ivan Krastev.
Zum 50-jährigen Jubiläum der deutsch-französischen Aussöhnung zeigt der Louvre eine große Ausstellung über deutsche Malerei. Für manchen Deutschen vermittelt die Ausstellung allerdings den Eindruck, der Nationalsozialismus habe seine Wurzeln in der deutschen Kultur.
Für Galeristen zeitgenössischer Kunst scheint Brüssel sich zum „place to be“ zu entwickeln. Billiger als andere Metropolen, nicht überrannt, erlebt die Stadt derzeit einen regelrechten Kunst-Boom. Nicht sicher, dass er andauern wird, meinen manche.
Die Krise hat den nationalen Egoismus der EU-Staaten vertieft. Die EU muss der irrationalen, selbstmörderischen Spaltung zwischen Nord- und Südländern ein Ende setzen und wieder den sozialen Zusammenhalt sowie die gegenseitige Abhängigkeit in den Vordergrund stellen, fordert eine spanische Philosophin.
Angesichts der Krise der Parteien, werden immer mehr Stimmen laut, die wie die 5-Sterne-Bewegung in Italien die Einführung der E-Demokratie fordern. Repräsentative Demokratie und direkte Bürgerbeteiligung schließen sich jedoch nicht aus, sondern ergänzen einander.
Unsere Politiker haben noch nicht realisiert, dass sie auf einem Pulverfass sitzen, warnt der polnische Philosoph Marcin Król. Denn die Mittelschicht, der man jegliche Aussicht auf sozialen Aufstieg verweigert, könnte als letzten Ausweg die Revolution wählen, um sich Gehör zu verschaffen.
Ob Politiker oder Bürger: die Pragmatiker haben es nicht vermocht, ein prosperierendes und gänzlich demokratisches Europa aufzubauen. Heute brauchen wir Träumer, die die eigentlichen Realisten Europas sind, meinen die Politologin Ulrike Guérot und der Schriftsteller Robert Menasse.
In der einst blühenden und kreativen Kulturszene Ungarns regiert heute Nationalismus und konservative Werte. Eine ungarische Journalistin, die heute in Deutschland lebt, klagt an.
Der europäische Nachrichtensender feiert 20-jähriges Jubiläum. Mit seinen 400 Journalisten aus mehr als dreißig Ländern überzeugt der in dreizehn Sprachen ausgestrahlte Sender gleichermaßen den deutschen Geschäftsmann wie den ägyptischen Demonstranten.
Der italienische Philosoph Giorgio Agamben beruft sich erneut die Idee einer Union der südlichen EU-Ländern, wie sie schon Alexandre Kojève 1945 vorgedacht hatte. So könnte auch die Übermacht des in der EU politisch dominanten Deutschlands ausgeglichen werden.
Die Krise der Institutionen und der europäischen Demokratie veranlasst die Staats- und Regierungschefs im Namen der Regierbarkeit zu großer Vorsicht. Aber wäre es nicht besser, vor allem bürgerfreundlichere Beteiligungsformen zu erwägen?
Island ist in der Krise nicht auf Sparkurs gegangen. Island hat einen New Deal für die Kunst eingeführt. Heute ist die Kreativwirtschaft der zweitgrößte Wirtschaftszweig der Insel. Ein Beweis, dass es Alternativen jenseits der Bankenrettung gibt.
Jahr für Jahr produziert die Europäische Union tausende Seiten Berichte, Reden und Gesetzestexte, die eigentlich das europäische Projekt tragen sollten. Allen Texten ist eines gemeinsam: Sie sind in einer pompösen und körperlosen Sprache geschrieben, die eher eines dogmatischen Regimes würdig sei, bedauert ein tschechischer Politologe.
In der vergangenen Woche wurde die Tschechische Republik Opfer einer ganzen Serie von Hacker-Angriffen. Das gut entwickelte Netz des kleinen Landes ist eine ideale Testzone für weit größere Angriffe, glaubt ein Internetexperte.
Das Eurobarometer zeigt, was die Wahlergebnisse in den einzelnen Euro-Ländern nur Stück für Stück verraten haben: die Krise hat das Vetrauen in die EU zerstört. Nach dem Euro, muss jetzt das Vetrauen Europas gerettet werden. Am besten vor den Wahlen 2014
Mehr Europa könnte unserem Kontinent aus der Krise heraushelfen, doch wir müssten dann immer noch die Europäer erschaffen. Wir müssen Bildung, kulturellen Austausch und politische Initiativen fördern, um den Sinn für ein gemeinsames Schicksal zurückzuerlangen, der uns im letzten Jahrhundert abhanden gekommen ist, meint der französische Journalist Olivier Guez.
Der große Sieger der italienischen Wahlen wird oft als Populist bezeichnet. Doch in Europa deckt diese doch sehr vage politische Kategorie höchst unterschiedliche Profile ab, wie der belgische Historiker Marnix Beyen in Erinnerung ruft.
Er gilt als der böseste Deutsche im Internet: Martin Münch liefert Polizei und Geheimdiensten Überwachungs-Software. Auch Diktatoren drangsalieren mit den Programmen ihre Bürger.
Pünktlich zum 80. Geburtstag von Hitlers Machtergreifung steht ein Buch auf den deutschen Bestseller-Listen: „Er ist wieder da“ von Timur Vermes, der erzählt wie Hitler im Berlin des Jahres 2011 wieder auftaucht. Eine Polit-Satire, die auch die Debatte über die Banalisierung des Bösen neu entfacht.