Rettungsschirm
-
Deutschland: Karlsruhe, wo Richter den Euro begraben könnten
10. Juli 201225750 Der Spiegel Hamburg -
Österreich: Zu dumm fürs Referendum?
10. Juli 20121009 Die Presse Wien -
Schuldenkrise: Monsieur „Nein“
3. Juli 201226 Trouw Amsterdam -
G20: Monti leugnet Rettungsschirm, will jedoch Geld vom EFSF
20. Juni 20125916PresseuropThe Daily Telegraph, The Guardian, Corriere della Sera -
Spanien: Pokern um die Rettung-Light
11. Juni 201210668 El País Madrid -
Bankenkrise: Kommt Madrid von allein wieder auf die Beine?
29. Mai 201221243 El País Madrid -
Wirtschaft: Griechenland ist unsere Vorhut
28. März 2012129101 Hospodářské noviny Prag -
Fiskalpakt: Tausche Barnier gegen Ashton
9. März 201238PresseuropFinancial Times -
Wirtschaft: Ist Keynesianismus heute ein Gedankenverbrechen?
7. März 201255948 The Irish Times Dublin -
Krise in der Eurozone : Ein irisches Dorf sagt Nein
22. November 20115436 Irish Independent Dublin -
Slowakei: Zurück ins schwarze Loch Europas?
12. Oktober 2011473 SME Bratislava -
Rettungsschirm: Erspart uns den Euro-Neusprech
7. Oktober 2011901 Süddeutsche Zeitung München
Das deutsche Verfassungsgericht könnte die gesamte Euro-Rettung stoppen. Wie beim Lissabon-Urteil 2009, fürchtet die Regierung, dass sich die Richter gegen mehr europäische Integration stellen. Es geht aber nicht nur um Europa, es tobt auch ein Machtkampf zwischen Exekutive und Judikative.
Der ESM gehört dazu, und der Fiskalpakt auch: Sollten die ganz großen politischen Entscheidungen eines Landes dem Wähler zur Abstimmung vorgelegt werden? — In Wien, das seit Monaten über mehr Transparenz und direkte Demokratie debattiert, bremst die Politik mit beiden Füßen.
Seit Wochen kursieren die Gerüchte, doch letztendlich war es der britische Daily Telegraph, der am Ende des G20 in Mexiko das Tabu brach und enthüllte, dass Spanien und Italien kurz vor dem Rettungsschirm stehen. Doch ist der Plan, EFSF-Gelder zum Aufkauf von Schulden zu verwenden, wirklich ein Rettungsschirm?
Nachdem sie wochenlang abstritt, dass der spanische Bankensektor Hilfe brauchte, entschloss sich die Regierung in Madrid doch dazu, die EU um ihre Unterstützung zu ersuchen. Und pokerte geschickt, damit auch die Deutschen mitmachten. Hier die Entschlüsselung.
Die Beteuerungen des Ministerpräsidenten klingen hohl: Die Bankenkrise, die das Land erschüttert, wird Madrid bald dazu zwingen, sich an die EU zu wenden. Als Gegenleistung für die rettende Finanzspritze wird Spanien sich wohl wie Irland bevormunden lassen müssen.
Ein Fast-Bankrott wie in Griechenland erwartet auch die anderen Länder, sollten sie ihre Verschuldung nicht in den Griff kriegen, meint ein tschechischer Wirtschaftsexperte. Es ist im Interesse aller Länder, sich gemeinsame Regeln zu geben, gemeinsame Disziplin, kurz: den Fiskalpakt. Auch Tschechien.
Irland wird das einzige Land sein, das öffentlich über den EU-Fiskalpakt abstimmt. Doch in Wirklichkeit, so meint Journalist Fintan O’Toole, steht etwas anderes auf der Tagesordnung: Neoliberale Ideologie wird zum Status eines unumstößlichen Gesetzes erhoben.
Ein Jahr nach dem Rettungsschirm von EU und IWF blickt Irland zurück. Die Einwohner von Ballyhea veranstalten jeden Sonntag einen Schweigemarsch gegen diejenigen, die das Land in die Rezession gestürzt haben.
Das slowakische Parlament hat den erweiterten Rettungsfonds für die Eurozone abgelehnt. Die Presse in Bratislava sieht diese Abstimmung auch als Bedrohung des relativ neuen Status, den das Land seit ein paar Jahren genießt.
Der deutsche Ausdruck für Euro-Rettungsfonds ist der “Rettungsschirm”. Das ist ein einfaches Wort, um komplexe Finanzmechanismen zu beschreiben. Aber der Vergleich hinkt, gewaltig!, schreibt Axel Hacke.