Globalisierung
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Bücher: Bestseller Empörung
7. Januar 2011870 Libération Paris -
Globalisierung: Wie der Westen verlieren wird
6. Januar 20111872 La Repubblica Rom -
Debatten: Die Welt braucht Europa
20. Dezember 20102041 El País Madrid -
Europäische Integration: Da ist zuviel Sand drin
10. August 2010422 Polityka Warschau -
Industrie: Aus Italienern mach Polen
30. Juli 20101091 Gazeta Wyborcza Warschau -
Wirtschaft: Spitzenrenner Europa
20. April 2010PresseuropNewsweek -
Europa: Gut für die glückliche Globalisierung
15. April 2010506 De Volkskrant Amsterdam -
Sprache: Giff inglisch a tchanse
16. Februar 20105414 Der Standard Wien -
Kino: Grüne Themen erobern die Grossleinwand
7. Oktober 2009PresseuropLa Croix -
Schifffahrt: Container in Seenot
14. August 20091 Der Spiegel Hamburg -
Debatte: Europa, wohin des Wegs?
3. Juli 2009111 Presseurop
Frankreich liest sich in die Empörung. Mehr als 500.000 Exemplare von "Empört euch" des Philosophen und ehemaligen Widerstandskämpfers Stéphane Hessel gingen bereits über den Ladentisch. Im Alter von 93 Jahren fordert er zu mehr sozialem und politischen Engagement auf.
Das starke Wachstum der Schwellenländer treibt die Rohstoff- und Treibstoffpreise in die Höhe. Sie bestimmen jetzt den Rhythmus der Weltwirtschaft. Und mit seinen Sparprogrammen und seiner Arbeitslosigkeit fällt es Europa schwer, hinterherzukommen.
Die Eurokrise und die ewigen politischen Uneinigkeiten zwischen den EU-Staaten haben die Bedeutung des Alten Kontinents auf der internationalen Bühne geschwächt. Es ist Zeit zu reagieren, meint der Publizist Moisés Naim, denn die Alternativen — amerikanische Hegemonie, chinesischer Kommunismus oder russischer Autoritarismus — sind keinen Deut attraktiver.
Obwohl man in der ganzen EU dieselben Wandfliesen, Käsesorten, Schuhe oder Autos findet, besteht der "gemeinsame Markt" vorwiegend auf Papier. In Wirklichkeit sind eine Menge Auflagen damit verbunden.
Als Fiat anbot, seine polnische Fabrik nach Süditalien zu verlegen, forderte die Firma längere Arbeitszeiten. Die Arbeiter stimmten zu, doch es ist ein wahrer Kulturschock. Einen Monat später besuchte Gazeta Wyborzca das Werk und entdeckt staunend den sozialen Wettbewerb innerhalb Europas.
Die Europäische Union muss ihre Bürger besser gegen Populismus schützen, ansonsten wird die Zeit der zweiten Globalisierung, in der wir heute leben, in einer Krise ungeahnten Ausmaßes enden, warnt der Philosoph Paul Scheffer.
Einst war der Güterverkehr auf dem Meer der Puls der Globalisierung, auch ihr größter Profiteur. Dann kam die Wirtschaftskrise. Nachfrage und Preise stürzen in den Keller, die Häfen füllen sich mit unbeschäftigten Schiffen ohne Ladung. Der Wettbewerb hat sich verschärft, einige fürchten ein Blutbad unter den Reedereien, andere sichern sich mit Hilfe finanzstarker Großkonzerne. Aber alle blicken auf den Überlebenskampf der Hamburger Hapag-Lloyd.
Die rekordverdächtige Stimmenthaltung hat es gezeigt: Europa ist unfähig seine Reize zu zeigen. Warum dieser Liebesentzug? Wie das Interesse der Bürger neu entfachen und dem europäischen Vorhaben eine Zukunft geben? Die Erweiterung fortsetzen, oder die Union vertiefen? Europäische Politologen und Intellektuelle liefern einige Anstöße zum Weiterdenken.