Island
-
Island: „Minister reagieren nicht auf Snowdens Anfrage“
18. Juni 201345 1PresseuropFréttablaðið -
Island: „Die neue Regierung tritt an”
24. Mai 201336 1PresseuropMorgunblaðið -
Island: Erneuerung durch Architektur
7. Mai 2013314 Público Lissabon -
Erweiterung: Krise bringt Beitrittskandidaten ins Grübeln
2. Mai 2013118 12PresseuropRzeczpospolita -
Island: Das Mandat des Präsidenten wird für heute erwartet
30. April 201320PresseuropMorgunblaðið -
Island: Warten auf Sigmundu und Bjarni
29. April 201316 2PresseuropFréttablaðið -
Island: Reykjavik: Pionnier im Freihandel mit China
16. April 201381 11PresseuropMorgunblaðið, EUobserver.com, The Wall Street Journal Europe, Trouw -
Island: Wohlstand durch Kunst
22. März 201314996 26 El País Madrid -
Gesellschaft: Gesundheitliche Ungerechtigkeit in Europa
13. März 201364 3PresseuropEl País, Süddeutsche Zeitung -
Banken: Island gewinnt den Icesave-Kampf gegen die EU
29. Januar 2013171 10PresseuropFréttablaðið, Les Echos, Financial Times -
Die letzten Titelseiten: 22. Oktober 2012
22. Oktober 201225PresseuropFinancial Times, The Irish Times, El Periódico de Catalunya & 4 weitere -
Humor in Europa (7/10) : Die Wikinger-Karikatur hat noch schöne Tage vor sich
28. August 201279 3 Le Monde Paris -
Banken: Wie Island seine Bankster jagt
12. Juli 20123246 14 Le Monde Paris -
Die letzten Titelseiten: 2. Juli 2012
2. Juli 201221PresseuropEl Mundo, La Repubblica, Dziennik Gazeta Prawna & 4 weitere -
EU-Mitgliedschaft: Montenegro und Island nähern sich EU
27. Juni 201238 6PresseuropEUobserver.com, Le Temps -
Zeitgenössische Kunst: Die Pinselfabrik von Cluj Napoca
4. Mai 2012157 România libera Bukarest -
Debatte: Finanzkrise: Politiker auf die Anklagebank?
6. März 2012455 20 El País Madrid -
Die letzten Titelseiten: 6. März 2012
6. März 201228PresseuropMorgunblaðið, The Wall Street Journal Europe, Libération & 5 weitere -
Eurokrise: Über Inseln und Utopien
23. Dezember 20115961 39 Público Madrid -
Island: Reykjavik öffnet seinen Arbeitsmarkt
10. November 201158 3PresseuropTimpul -
Europäische Union : Erweiterte Illusionen
13. Oktober 201185 3 Dagens Nyheter Stockholm -
Island: Ehemaliger Premier vor Gericht
6. September 2011PresseuropMorgunblaðið -
Demokratie: Islands Verfassung 2.0
4. Juli 20111569 2 Sydsvenskan Malmö -
Politik-Fiktion: Los für Europa 2.0
30. Mai 2011245 7 Die Welt Berlin -
Island: Neuer Vulkanausbruch bedroht Europa
23. Mai 2011PresseuropMorgunblaðið -
Wirtschaftskrise: Spaniens isländische Revolte
19. Mai 20111832 8 El País Madrid -
Luftfahrt: Über den Wolken muss das Chaos noch grenzenlos sein
15. April 201165 Der Spiegel Hamburg -
Island: Zweimal Nein und noch einmal Vernunft
11. April 201147PresseuropMorgunblaðið -
Island: Krisenausstieg auf die sanfte Tour
8. April 2011238 4 Mediapart Paris -
Island: Neue Volksbefragung auf dem Weg nach Europa
22. Februar 201140 1PresseuropLe Soir -
Finanzkrise: Für die Banken sterben? Nein danke!
10. Dezember 2010592 5 România libera Bukarest -
Literatur: Hat Amerika Europa entdeckt?
10. Dezember 2010104 The New York Times New York -
Allianzen: Nordische Länder tun sich zusammen
7. Dezember 201073 EUobserver.com Brüssel -
Grenzstreitigkeiten : Das schwarze Gold von Rockall
14. Oktober 201058 1 La Stampa Turin -
Island : Der Makrelen-Krieg
24. August 201023 The Guardian London -
Island: EU-Beitritt im Netz der Fangquoten
10. August 201020PresseuropEUobserver.com -
Artenschutz: Auf Walfahrt
22. Juni 201018 Die Welt Berlin -
Island: Isländer kehren sich von der EU ab
17. Juni 2010PresseuropLe Figaro -
Editorial: AAA, BBB, BHV
30. April 20102Presseurop -
Editorial: Der Eyjafjallajoküll und wir
23. April 2010Presseurop -
MIX&REMIX, L'HEBDO (LAUSANNE): Die Panikwolke
22. April 201016 -
Trends: Flughäfen, die Welt als Wartezimmer
21. April 201028 1 La Vanguardia Barcelona -
Flugverkehr: Äscherne Wolke teilt Europa
19. April 20104 Presseurop -
Tom, Trouw (Amsterdam): Islands Rache
16. April 2010 -
Island: Bericht belastet Reykjavik in der Krise
13. April 2010PresseuropMorgunblaðið -
Wirtschaft: Keine Lust auf Abspecken
18. März 201021 2 International Herald Tribune Paris -
Island: Eine Stimme für bessere Zeiten
5. März 201012 Le Monde Paris -
Island: Auf zum Beitritt
25. Februar 2010PresseuropLe Soir -
Medien: Für Pressefreiheit klicken Sie auf Island
18. Februar 201086 1 Adevărul Bukarest -
Island: Island leistet Widerstand
7. Januar 201014 10 Presseurop
- 1 von 2
- next
Das Konzerthaus Harpa in Reykjavik, das gerade errichtet wurde, als die Finanzblase platzte, symbolisiert den Aufschwung der isländischen Wirtschaft nach den langen Krisenjahren. Auch deshalb wurde es 2013 mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur ausgezeichnet.
Island ist in der Krise nicht auf Sparkurs gegangen. Island hat einen New Deal für die Kunst eingeführt. Heute ist die Kreativwirtschaft der zweitgrößte Wirtschaftszweig der Insel. Ein Beweis, dass es Alternativen jenseits der Bankenrettung gibt.
Wenn man weit vom Rest der Welt entfernt lebt und von einem Wikinger-Volk abstammt, dessen Kommunikationsfähigkeiten einen zweifelhaften Ruf genießen, muss man sich eine raffinierte Selbstironie aneignen. Im siebten Teil der Serie führt uns Le Monde nach Reykjavik, wo die Parodie immer noch das beste Mittel gegen insularen Narzissmus ist.
In London fälscht Barclays die Zinssätze für Kredite zwischen Banken. In Madrid soll Bankia seine Konten vor dem Börsengang frisiert haben. Wie die betrügerischen Banken zur Rechenschaft ziehen? In Island spüren Sonderermittler die Verantwortlichen auf, um sie der Justiz zu überstellen.
Das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen isländischen Premier begann am 5. März. Geir Haarde wird beschuldigt, 2008 beim Ausbruch der Finanzkrise in seinem Land untätig geblieben zu sein. Sollte man diesem Beispiel auch in anderen Ländern folgen? El País stellte mehreren Experten und Journalisten die Frage.
Mit ihrem Nein zur Rettung der Banken und der Erstattung der Auslandsschulden ihres Landes haben die Isländer gezeigt, dass es möglich ist, den Gesetzen des Kapitalismus zu entkommen und sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, freut sich ein Historiker.
Indem er mehreren Ländern Beitrittsperspektiven eröffnete, wollte sich Erweiterungskommissar Štefan Füle optimistisch zeigen. Doch das verstärkt nur das Gefühl, dass Europa nicht weiß, wie ihm geschieht, meint die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter.
Nach dem Börsencrash 2008 stürzten die Isländer ihre Regierung. Mit der von den Bürgern selbst initiierten Revolution ist aber noch lange nicht Schluss. Nun sollen alle Internetnutzer an der neuen Verfassung des Landes mitschreiben.
Vergesst den Nationalstaat: Europa ginge es viel besser, wenn es sich grundlegend neu sortierte - in potente Regionen im Norden und im Alpenraum und pittoreske Bankrotteure im Süden, schreibt der Soziologe Gunnar Heinsohn.
Protestmärsche am 15. Mai, Besetzung der Puerta del Sol in Madrid: Lange waren die jungen Spanier in Stille verharrt, jetzt gehen sie auf die Straße. Und da die Kommunalwahlen vor der Tür stehen, folgt die Anti-System-Bewegung dem Geist ihrer isländischen Vorgängerin, die 2009 die Regierung stürzte.
Ein Jahr nachdem der Luftverkehr durch den Ausbruch des Eyfjakjöll lahmgelegt wurde, simulieren Fluggesellschaften und EU eine neue Aschewolke mit dem Ziel die Koordination bei solchen Krisen zu verbessern. Doch gewonnen ist damit noch längst nichts.
Während auf dem Kontinent die Regierungen der europäischen Schuldenländer immer neue, zunehmend unpopuläre Sparpläne beschließen, nahm Island den Zusammenbruch seines Bankensystems in Kauf und erholt sich heute langsam von der Krise. Bei der Volksabstimmung am 9. April über das sogenannte Icesave-Abkommen, könnten die Isländer beschließen, die ausländischen Anleihen nicht zurückzuzahlen.
Soll Brüssel die Rettung bankrotter Banken unterstützen? Nein, findet ein rumänischer Jurist, denn die Aufrechterhaltung des Wohlfahrtstaats ist wichtiger. Als Beispiel nennt er die Isländer, die sich dafür entschieden haben, die Rettung ihrer Banken nicht zu finanzieren.
Mit der Unterstützung der unabhängigen Verlage und durch den Einsatz der Kulturinstitute und Kulturbüros des Alten Kontinents stößt die europäische Literatur endlich bis in die Vereinigten Staaten vor, die doch traditionsgemäß vor übersetzten Büchern eher zurückscheuen.
Während die Welt immer größer und der Ansturm auf die Rohstoffe unter dem Arktischen Ozean immer stärker wird, machen die Länder aus dem hohen Norden Europas gemeinsame Sache.
Unbewohnbar, unbewohnt und von nordatlantischen Stürmen heimgesucht. Und dennoch steht die kleine Felseninsel Rockall auf hoher See im Mittelpunkt der Streitigkeiten, die sich vier europäische Länder liefern. Der Grund dafür: immense Erdölvorkommen, die unter dem Meeresgrund lagern.
Schottland und Norwegen fordern die EU auf, hart gegen Island und die Färöer-Inseln durchzugreifen. Anlass: Der eskalierende und himmelschreiende Machtkampf um die Fischbestände, welche an die Kabeljaukriege erinnern.
Das derzeit in Agadir diskutierte Walfangverbot spaltet die internationale Gemeinschaft. Die meisten Länder Europas wollen die Wale schützen. Die Meeresriesen sind hier zu einer Art Engel einer Ökoreligion erhoben worden, meint die Welt.
Vom Staatsoberhaupt bis zum einfachen Bürger leiden Reisende des ganzen Kontinents unter den Konsequenzen der Aschewolke, die vom Vulkan Eyjafjallajökull ausgeht. Dies sollte der EU die Gelegenheit bieten, ihre Transportpolitik zu verbessern.
Von Griechenland bis Irland ermahnt die Europäische Union ihre Mitgliedsländer zur Durchsetzung schmerzhafter Einschnitte bei den Staatsausgaben. Jedoch wächst die Kritik an diesem „Spar-Kult“, der Europa noch weiter in die Rezession treiben könnte.
Am 6. März werden die Isländer in einem Referendum über die Rückzahlung der Staatsschulden entscheiden. Der Zusammenbruch ihrer Banken hat sie mit voller Wucht getroffen und ihren Lebensstandard ganz unerwartet verschlechtert. Nun bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Europa den Rücken zu kehren und zu versuchen, ihr wirtschaftliches Wohl in den herkömmlichen Berufen suchen.
In Island sollen medienfreundliche Gesetze zusammengetragen und die Journalisten weltweit vor Prozessen geschützt werden. Mehrere Abgeordnete unterstützen die Idee, welche die Internetseite WikiLeaks auf den Weg gebracht hat.
Mit seiner Entscheidung, ein Referendum durchzuführen, in dem über die Rückzahlung der Schulden seines Landes abgestimmt werden soll, widersetzt sich der isländische Präsident den Forderungen Europas. Jedoch ist sich die europäische Presse einig darüber, dass es nicht die Bürger sein dürfen, die für die Fehler der Bankiers zahlen müssen.