Island
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Eurokrise
Über Inseln und Utopien
23. Dezember 201139Público Madrid -
10. November 20113PresseuropTimpul
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Europäische Union
Erweiterte Illusionen
13. Oktober 20113Dagens Nyheter Stockholm -
6. September 2011PresseuropMorgunbladid
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Demokratie
Islands Verfassung 2.0
4. Juli 20112Sydsvenskan Malmö -
Politik-Fiktion
Los für Europa 2.0
30. Mai 20117Die Welt Berlin -
23. Mai 2011PresseuropMorgunbladid
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Wirtschaftskrise
Spaniens isländische Revolte
19. Mai 20118El País Madrid -
15. April 2011Der Spiegel Hamburg
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11. April 2011PresseuropMorgunbladid
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8. April 20114Mediapart Paris
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22. Februar 20111PresseuropLe Soir
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Finanzkrise
Für die Banken sterben? Nein danke!
10. Dezember 20105România libera Bukarest -
Literatur
Hat Amerika Europa entdeckt?
10. Dezember 2010The New York Times New York -
Allianzen
Nordische Länder tun sich zusammen
7. Dezember 2010EUobserver.com Brüssel -
Grenzstreitigkeiten
Das schwarze Gold von Rockall
14. Oktober 20101La Stampa Turin -
Island
Der Makrelen-Krieg
24. August 2010The Guardian London -
10. August 2010PresseuropEUobserver.com
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Artenschutz
Auf Walfahrt
22. Juni 2010Die Welt Berlin -
17. Juni 2010PresseuropLe Figaro
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Editorial
AAA, BBB, BHV
30. April 20102Presseurop -
Editorial
Der Eyjafjallajoküll und wir
23. April 2010Presseurop -
22. April 2010
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21. April 20101La Vanguardia Barcelona
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Flugverkehr
Äscherne Wolke teilt Europa
19. April 20104Presseurop -
16. April 2010
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13. April 2010PresseuropMorgunbladid
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Wirtschaft
Keine Lust auf Abspecken
18. März 20102International Herald Tribune Paris -
5. März 2010Le Monde Paris
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Island
Auf zum Beitritt
25. Februar 2010PresseuropLe Soir -
18. Februar 20101Adevărul Bukarest
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Island
Island leistet Widerstand
7. Januar 201010Presseurop -
6. Januar 2010PresseuropThe Times
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Skandinavische Länder
Der alten Einheit neue Kleider
2. November 20092Dagens Nyheter Stockholm -
EU-Beitritt
Zagreb und Ankara können das besser
15. Oktober 2009PresseuropZaman -
Estland
Mann ist arbeitslos
22. September 2009Eesti Päevaleht Tallinn -
Europäische Kommission
Geht ihm ein Licht auf?
22. September 2009El País Madrid -
Krise
Helft Island!
31. August 2009PresseuropDe Volkskrant -
Island
Ausgepresst
17. August 2009Financial Times London -
Irland-Island
Zwei Inseln im selben Boot
7. August 2009Le Monde Paris -
3. August 2009
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31. Juli 20092El País Madrid
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23. Juli 2009PresseuropNRC Handelsblad
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Island
Der teure Weg nach Europa
17. Juli 20091Presseurop
Mit ihrem Nein zur Rettung der Banken und der Erstattung der Auslandsschulden ihres Landes haben die Isländer gezeigt, dass es möglich ist, den Gesetzen des Kapitalismus zu entkommen und sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, freut sich ein Historiker.
Indem er mehreren Ländern Beitrittsperspektiven eröffnete, wollte sich Erweiterungskommissar Štefan Füle optimistisch zeigen. Doch das verstärkt nur das Gefühl, dass Europa nicht weiß, wie ihm geschieht, meint die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter.
Nach dem Börsencrash 2008 stürzten die Isländer ihre Regierung. Mit der von den Bürgern selbst initiierten Revolution ist aber noch lange nicht Schluss. Nun sollen alle Internetnutzer an der neuen Verfassung des Landes mitschreiben.
Vergesst den Nationalstaat: Europa ginge es viel besser, wenn es sich grundlegend neu sortierte – in potente Regionen im Norden und im Alpenraum und pittoreske Bankrotteure im Süden, schreibt der Soziologe Gunnar Heinsohn.
Protestmärsche am 15. Mai, Besetzung der Puerta del Sol in Madrid: Lange waren die jungen Spanier in Stille verharrt, jetzt gehen sie auf die Straße. Und da die Kommunalwahlen vor der Tür stehen, folgt die Anti-System-Bewegung dem Geist ihrer isländischen Vorgängerin, die 2009 die Regierung stürzte.
Ein Jahr nachdem der Luftverkehr durch den Ausbruch des Eyfjakjöll lahmgelegt wurde, simulieren Fluggesellschaften und EU eine neue Aschewolke mit dem Ziel die Koordination bei solchen Krisen zu verbessern. Doch gewonnen ist damit noch längst nichts.
Während auf dem Kontinent die Regierungen der europäischen Schuldenländer immer neue, zunehmend unpopuläre Sparpläne beschließen, nahm Island den Zusammenbruch seines Bankensystems in Kauf und erholt sich heute langsam von der Krise. Bei der Volksabstimmung am 9. April über das sogenannte Icesave-Abkommen, könnten die Isländer beschließen, die ausländischen Anleihen nicht zurückzuzahlen.
Soll Brüssel die Rettung bankrotter Banken unterstützen? Nein, findet ein rumänischer Jurist, denn die Aufrechterhaltung des Wohlfahrtstaats ist wichtiger. Als Beispiel nennt er die Isländer, die sich dafür entschieden haben, die Rettung ihrer Banken nicht zu finanzieren.
Mit der Unterstützung der unabhängigen Verlage und durch den Einsatz der Kulturinstitute und Kulturbüros des Alten Kontinents stößt die europäische Literatur endlich bis in die Vereinigten Staaten vor, die doch traditionsgemäß vor übersetzten Büchern eher zurückscheuen.
Während die Welt immer größer und der Ansturm auf die Rohstoffe unter dem Arktischen Ozean immer stärker wird, machen die Länder aus dem hohen Norden Europas gemeinsame Sache.
Unbewohnbar, unbewohnt und von nordatlantischen Stürmen heimgesucht. Und dennoch steht die kleine Felseninsel Rockall auf hoher See im Mittelpunkt der Streitigkeiten, die sich vier europäische Länder liefern. Der Grund dafür: immense Erdölvorkommen, die unter dem Meeresgrund lagern.
Schottland und Norwegen fordern die EU auf, hart gegen Island und die Färöer-Inseln durchzugreifen. Anlass: Der eskalierende und himmelschreiende Machtkampf um die Fischbestände, welche an die Kabeljaukriege erinnern.
Das derzeit in Agadir diskutierte Walfangverbot spaltet die internationale Gemeinschaft. Die meisten Länder Europas wollen die Wale schützen. Die Meeresriesen sind hier zu einer Art Engel einer Ökoreligion erhoben worden, meint die Welt.
Vom Staatsoberhaupt bis zum einfachen Bürger leiden Reisende des ganzen Kontinents unter den Konsequenzen der Aschewolke, die vom Vulkan Eyjafjallajökull ausgeht. Dies sollte der EU die Gelegenheit bieten, ihre Transportpolitik zu verbessern.
Von Griechenland bis Irland ermahnt die Europäische Union ihre Mitgliedsländer zur Durchsetzung schmerzhafter Einschnitte bei den Staatsausgaben. Jedoch wächst die Kritik an diesem „Spar-Kult“, der Europa noch weiter in die Rezession treiben könnte.
Am 6. März werden die Isländer in einem Referendum über die Rückzahlung der Staatsschulden entscheiden. Der Zusammenbruch ihrer Banken hat sie mit voller Wucht getroffen und ihren Lebensstandard ganz unerwartet verschlechtert. Nun bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Europa den Rücken zu kehren und zu versuchen, ihr wirtschaftliches Wohl in den herkömmlichen Berufen suchen.
In Island sollen medienfreundliche Gesetze zusammengetragen und die Journalisten weltweit vor Prozessen geschützt werden. Mehrere Abgeordnete unterstützen die Idee, welche die Internetseite WikiLeaks auf den Weg gebracht hat.
Mit seiner Entscheidung, ein Referendum durchzuführen, in dem über die Rückzahlung der Schulden seines Landes abgestimmt werden soll, widersetzt sich der isländische Präsident den Forderungen Europas. Jedoch ist sich die europäische Presse einig darüber, dass es nicht die Bürger sein dürfen, die für die Fehler der Bankiers zahlen müssen.
Die fünf Länder Nordeuropas unter einer symbolischen Krone vereint: die Idee des schwedischen Historikers Gunnar Wetterberg (Dagens Nyheter vom 27. Oktober 2009) lässt ein altes Projekt auferstehen und passt es an die moderne Wirtschaft an. Aber sie gefällt nicht allen.
Der nach geschickten Manövern wiedergewählte EU-Kommissionspräsident muss jetzt beweisen, dass er eine Vision für Europa hat. Interner Zusammenhalt, EU-Erweiterung und die Politik zu den EU-Nachbarstaaten müssen jetzt sein Wirken bestimmen, meint der Politologe José Ignacio Torreblanca.
Werden Island und Lettland die Auslandsschulden abtragen können, die eine eher dünne Schicht ihrer Bevölkerung auflaufen ließ? Die Empfehlungen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen dahin, private Schulden durch öffentliche Schuldverschreibungen zu ersetzen und zur Rückzahlung dann die Steuern zu erhöhen, die öffentlichen Ausgaben drastisch zu kürzen und die Bürger dazu anzuhalten, ihre Ersparnisse aufzubrauchen.
Island ist schwer angeschlagen von der Wirtschaftskrise und will nun in die EU. Davor, so bedingen sich einige Mitgliedsstaaten jedoch aus, soll Irland den Vertrag von Lissabon annehmen. Eine paradoxe Situation für die beiden Länder. Einige Gemeinsamkeiten mögen sie zwar haben, Europa sehen sie aber mit denkbar verschiedenen Augen, schreibt Le Monde.
Die Begeisterung, mit der die Beitrittskandidatur aus Reykjavik aufgenommen wurde, kontrastiert mit der Vorsicht — oder der Skepsis —der EU-Mitglieder gegenüber den Kandidaturen der Republiken Ex-Jugoslawiens oder der Türkei. Doch kann die EU es sich nicht erlauben, den Eindruck zu erwecken, bestimmte Kandidaturen den anderen vorzuziehen.
Am 16. Juli hat das isländische Parlament einen EU-Antrag genehmigt, der aller Wahrscheinlichkeit nach der schwedischen Präsidentschaft unterbreitet wird, wenn der Rat sich gegen Ende diesen Monats in Stockholm trifft. Auch wenn die europäische Presselandschaft die Neuigkeit begrüßte, so macht man sich doch keinerlei Illusionen darüber, dass auf dem Weg zum Beitritt des mit Schulden belasteten Inselstaates noch zahlreiche Hindernisse zu bewältigen sind.