Presseschauen
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Wachstum: “Die Eurozone fährt sich in der Rezession fest”
16. Mai 201353466PresseuropFinancial Times, Les Echos, România libera & 4 weitere -
Enrico Letta: Neuer Spieler, altes Spiel
2. Mai 2013148107PresseuropLa Stampa, Il Sole-24 Ore, Die Zeit & 2 weitere -
Serbien-Kosovo: Nur Gewinner
22. April 201314115PresseuropDanas, Politika, Blic & 4 weitere -
Vereinigtes Königreich: Das Gesicht der konservativen Revolution
9. April 201312311PresseuropDie Welt, Libero, Libération & 3 weitere -
Rettungsplan Zypern: „Erpressung statt Solidarität“
18. März 201337031PresseuropFinancial Times, Público, Trouw & 4 weitere -
Europäischer Rat: Verändere nie ein scheiterndes System
15. März 201322773PresseuropIl Sole-24 Ore, Ziarul Financiar, Les Echos -
Ungarn: Eine gegen Demokratie abgesicherte Macht
12. März 201315324PresseuropFinancial Times, Süddeutsche Zeitung, Público, Le Monde -
Italien: Warnung an Europa
26. Februar 201334161PresseuropSüddeutsche Zeitung, De Volkskrant, I Kathimerini & 3 weitere -
Eurokrise : Sparpolitik stürzt Europa in die Rezession
15. Februar 2013543130PresseuropLa Tribune, Diário económico, NRC Handelsblad & 4 weitere -
EU-Haushalt: „Feilschen nach dem guten Geschäft“
8. Februar 201332943PresseuropTrouw, Le Monde, El País, Die Welt -
Europäische Union: „Cameron legt den Finger in die Wunden der EU“
24. Januar 201322680PresseuropLes Echos, Die Welt, Gazeta Wyborcza & 4 weitere -
Großbritannien-EU: Cameron zündet die Referendums-Lunte
23. Januar 2013119121PresseuropFinancial Times, Daily Express, The Sun & 3 weitere -
Mali: Frankreichs abenteuerlicher Krieg
14. Januar 201315340PresseuropLibération, Le Monde, Süddeutsche Zeitung & 4 weitere -
Eurozone: Bankenunion wie sie Deutschland gefällt
14. Dezember 201246317PresseuropNRC Handelsblad, Frankfurter Allgemeine Zeitung, El País, ABC -
Eurozone: Es ist ein Bankenuniönchen
13. Dezember 20126635PresseuropLe Monde, Handelsblatt, Diário económico, El País -
Friedensnobelpreis: Verdiente Vorschusslorbeeren
10. Dezember 201211451PresseuropGazeta Wyborcza, Trouw, Diário de Notícias & 2 weitere -
Großbritannien: Des vierten Standes Zähmung
30. November 2012788PresseuropFinancial Times, The Daily Telegraph, The Sun -
EU-Gipfel: Das große Gerangel um den EU-Haushalt
22. November 201214245PresseuropThe Daily Telegraph, Público, El País & 4 weitere -
Balkan: Markač und Gotovina: Freispruch reißt alte Wunden auf
19. November 2012572PresseuropNovi List, Jutarnji List, Poslovni Dnevnik & 2 weitere -
Soziales: Sparkurs treibt Europäer auf die Straße
15. November 2012249124PresseuropEl País, La Repubblica, Público & 2 weitere -
EU-Haushalt: Feilschen bis zum letzten Augenblick
14. November 20127619PresseuropJyllands-Posten, El Mundo, Gazeta Wyborcza, La Stampa -
Griechenland: Votiertes Sparpaket nur ein Pyrrhussieg
8. November 201210852PresseuropTo Vima, To Ethnos, I Kathimerini -
USA: „Obama 2.0“ soll bitte nicht enttäuschen
7. November 201214135PresseuropExpresso, Der Tagesspiegel, To Vima & 3 weitere -
Automobilsektor: Fords neuer Weg führt von Flandern nach Valencia
25. Oktober 2012119101PresseuropGazet van Antwerpen, De Standaard, ABC, La Libre Belgique -
Friedensnobelpreis: Zeitpunkt: günstig. Preisträger: fraglich
12. Oktober 201232292PresseuropSüddeutsche Zeitung, La Tribune, El País & 2 weitere -
Atomkraft: „Der Skandal ist die Ohnmacht der EU“
3. Oktober 20121355PresseuropLe Monde, Trouw, Die Welt -
Institutionen: Barroso wiederholt das verbotene Wort
13. September 201212485PresseuropSvenska Dagbladet, Der Standard, România libera & 2 weitere -
Niederlande: Wähler schießen den Ball zurück ins Zentrum
13. September 2012572PresseuropHet Financieele Dagblad, Trouw, De Volkskrant -
Eurozone: Karlsruhe geht auf Nummer sicher
12. September 20125456PresseuropSüddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Die Tageszeitung -
Kosovo: Ein wenig mehr Unabhängigkeit
10. September 20125316PresseuropJutarnji List, NRC Handelsblad, Le Monde -
Eurozone: Die EZB ist nicht mehr unabhängig
7. September 2012174139PresseuropDie Welt, Süddeutsche Zeitung -
Niederlande: Für viele Überraschungen gut
4. September 20125710PresseuropNRC Handelsblad, Trouw, De Volkskrant -
Schuldenkrise: „Draghi, der neue Richelieu in Europa“
3. August 201211774PresseuropABC, El País, Corriere della Sera & 4 weitere -
Rumänien: „Das Referendum verstärkt die politische Krise“
30. Juli 2012604PresseuropJurnalul Naţional, România libera, Adevărul, Gandul -
Euro-Zone: „Mario Draghis Zauberworte“
27. Juli 20125448PresseuropCorriere della Sera, El País, El Mundo & 3 weitere -
Spanien: Katalonien sinkt auch
25. Juli 20128331PresseuropEl País, El Mundo, El Periódico de Catalunya, La Vanguardia -
Rumänien-Bulgarien: Bukarest und Sofia blitzen in Brüssel ab
18. Juli 2012788PresseuropRomânia libera, Adevărul, Sega & 2 weitere -
Rumänien: Zwiespältige Wachsamkeit Europas
16. Juli 2012476PresseuropJurnalul Naţional, Adevărul -
Europäisches Parlament: ACTA — siegte die Demokratie oder der Populismus?
5. Juli 20121297PresseuropMediapart , Gazeta Wyborcza, Rzeczpospolita & 2 weitere -
Europäischer Rat: „Eine Schlacht ist gewonnen“
29. Juni 201214561PresseuropEl Mundo, El País, Le Figaro & 2 weitere -
Europäischer Rat: Ja, der Euro ist sterblich
28. Juni 201213939PresseuropLe Monde, Handelsblatt, Público & 2 weitere -
G20: Monti leugnet Rettungsschirm, will jedoch Geld vom EFSF
20. Juni 20125916PresseuropThe Daily Telegraph, The Guardian, Corriere della Sera -
Griechenland: Das Schlimmste wurde vermieden... vorerst
18. Juni 2012716PresseuropJornal de Negócios, Frankfurter Rundschau, La Vanguardia & 2 weitere -
Spanien: Erleichterung und Besorgnis in Europa
11. Juni 2012771PresseuropDe Volkskrant, Les Echos, Die Welt & 2 weitere -
Schuldenkrise: Politische Union: leichter gesagt, als getan
8. Juni 201211728PresseuropFinancial Times Deutschland, Financial Times Deutschland, Le Figaro -
Serbien: Serbien beendet die Ära Tadić
21. Mai 2012624PresseuropDanas, Politika, Blic & 2 weitere -
Frankreich: Wahl von Hollande verändert Europa
7. Mai 20127711PresseuropThe Guardian, Frankfurter Rundschau, Corriere della Sera & 3 weitere -
EU-Ukraine: Boykott der Fußball-EM als Strafe für Kiew?
30. April 201213812PresseuropDie Tageszeitung, Gazeta Wyborcza, Jyllands-Posten -
Französische Präsidentschaftswahlen: In Europa beginnt der Wind sich zu drehen
23. April 201228547PresseuropFinancial Times Deutschland, Financial Times Deutschland, Rzeczpospolita & 2 weitere -
Frankreich: Sarkozy gegen Schengen
12. März 20129411PresseuropLe Figaro, Libération, Mediapart & 2 weitere
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Am 15. Mai trafen die Wachstumszahlen Europa wie ein Keulenschlag: Die Wirtschaft der Eurozone ist für das sechste Quartal in Folge rückläufig. Das ist die längste Zeitspanne mit einem sinkenden Wachstum seit Einführung der gemeinsamen Währung. Die europäische Presse kommentiert.
Am Tag nach seinem Amtsantritt reiste der italienische Ministerpräsident Enrico Letta nach Berlin, Paris und Brüssel, um dort nicht nur sein Engagement für Europa zu beteuern, sondern auch seine Überzeugung, dass die Sparpolitik gelockert werden muss. Doch es ist fraglich, ob er sich Gehör verschaffen kann, meint die europäische Presse.
Sowohl in Belgrad als auch in Pristina ist die Presse ein und derselben Meinung: Der Text zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und seiner ehemaligen Provinz, der am 19. April unter EU-Federführung zustande kam, ist ein historisches Schriftstück.
Verehrt von jenen, die ihren Stil und ihre kompromisslose Politik schätzten, gehasst von jenen, die ihr fehlendes Einfühlungsvermögen und ihren Ultraliberalismus ankreideten: Margaret Thatcher lässt niemanden in Europa kalt. Am Tag nach ihrem Tod im Alter von 87 Jahren spiegelt sich in der europäischen Presse diese Kluft der Gefühle wieder.
Mit ihrer Forderung, Zwangsabgaben auf Bankeneinlagen einzuführen, um sich das zehn Milliarden Euro schwere Rettungspaket zu sichern, haben die Führungskräfte der Eurozone bestenfalls „einen gefährlichen Präzedenzfall“ geschaffen, schlimmstenfalls aber „Erpressung“ betrieben, meint die europäische Presse.
Die europäische Presse bedauert, dass beim Gipfeltreffen in Brüssel, in dem der Wachstum im Vordergrund stand, die Staats- und Regierungschefs nichts entschieden haben, was dem krisengeschwächten und sparplangebeutelten Europa wieder auf die Sprünge helfen könnte.
Die Regierung Viktor Orbán hat mit der jüngsten Verfassungsänderung die demokratischen und rechtstaatlichen Grundsätze in seinem Land weiter unterhöhlt, während die EU-Kommission tatenlos zusehen muss, bedauern die europäischen Medien.
Der knappe Sieg der Mitte-Links-Koalition bei den Wahlen vom 24./25. Februar hat keine klaren Mehrheitsverhältnisse geschaffen. Die europäische Presse versucht, das Ergebnis zu analysieren und sorgt sich um die Folgen für Europa.
Die letzten Statistiken über den Stand der Wirtschaft in der Eurozone zeigen, dass die Krise noch lange nicht vorüber ist, obwohl die Politiker in letzter Zeit Gegenteiliges behaupten.
Dank einer haarspalterischen Formulierung können die Europäer mit dem Haushaltsabkommen vom Freitag das Gesicht wahren. Doch die beschlossenen Kürzungen könnten schwer umzusetzen sein, liest man in der europäischen Presse.
Der britische Premier hat in seiner lange erwarteten Rede ein Referendum angekündigt. Bis Ende 2017 soll Großbritanniens Verhältnis zur EU neu ausgehandelt werden, versicherte David Cameron. Laut der britischen Presse schürt die Rede vor allem die Zweifel an dem, was nun kommen wird.
Seit Freitag sind französische Kampfjets gegen den Vormarsch bewaffneter islamistischer Gruppen im Süden von Mali im Einsatz. Radikalislamistische Gruppierungen beherrschen seit April 2012 den Norden des Landes. Trotz aller Zustimmung warnt Europas Presse vor den Risiken eines Krieges.
Nach der anfänglichen Euphorie über die Einigung der EU-Finanzminister zur Schaffung einer europäischen Bankenaufsicht, zeigt sich die europäische Presse über die Details des in Brüssel entwickelten Mechanimus weitaus weniger begeistert.
Das Morgengrauen brachte die Einigung: Europa bekommt eine gemeinsame Bankenaufsicht. Der Beschluss der Finanzminister wird allerdings lange nicht für alle Geldhäuser gelten, bemängelt Europas Presse. Deutschland hat den Vorschlag wieder ordentlich abgeschliffen.
Am Tag der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU feiert Europas Presse die Anerkennung für geleistete Arbeit. Die Ehrung sei eine Ermutigung für die Zukunft, allerdings nicht ohne Vorbehalte.
Lordrichter Brian Leveson kritisiert die ethischen Standards der britischen Presse. Nach dem Abhörskandal bei News of the World müssen nun viele Journalisten mit strafrechtlichen Anklagen wegen Bestechung rechnen.
Die 27 Staats- und Regierungschefs sind in Brüssel zu einem Sondergipfel zusammengekommen, auf dem der EU-Haushalt der kommenden Jahre verabschiedet werden soll und der von mehreren Veto-Drohungen begleitet wird. Die europäische Presse verfolgt das große Feilschen und fragt, wer die Gewinner und wer die Verlierer der kommenden Tage sein werden.
Der Freispruch der Generäle Gotovina und Markač durch den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien rettet Kroatiens Ehre, behebt aber nicht alle Fragen über die jüngere Vergangenheit des Landes, findet die Presse in der Region. In Serbien wird die Nachricht schlecht aufgenommen.
Hunderttausende nahmen an den Demonstrationen teil, zu denen der Europäische Gewerkschaftsbund aufgerufen hatte. Dabei wurde an allen Ecken und Enden des Kontinents gegen die Sparmaßnahmen protestiert. Aufgrund der Tatsache, dass die Europäer das Wort „Sparkurs“ nicht mehr hören können, sollte man vielleicht einmal über die Art und Weise der Haushaltskonsolidierung nachdenken, meint die europäische Presse.
Wie soll sich die EU von 2014 bis 2020 finanzieren? Darauf sollen Staats- und Regierungschefs beim Brüsseler Gipfel am 22. und 23. November einigen. Von der Einstimmigkeit ist Europa aber noch weit entfernt. Jedes Land kämpft weiter hauptsächlich für seine eigenen Interessen, beklagt die europäische Presse.
In einem von tausenden Demonstranten belagerten Parlament haben Griechenlands Abgeordnete zu später Stunde das neue Sparpaket doch noch beschlossen. Die nächste Hilfszahlung aus dem internationalen Rettungsprogramm kann freigegeben werden. Das wird das Land allerdings nicht retten können, schreiben die griechischen Medien.
Europas Presse spiegelt weitgehend die Obama-Nähe ihrer Leser wider und kommentiert dementsprechend erleichtert. Doch die Illusionen von 2008 über sein Engagement in Europa sind verflogen.
Die von dem amerikanischen Autohersteller angekündigte Schließung des Werkes in Genk ist ein Schock für Belgien. In Spanien, wohin die Produktion verlegt wird, freut man sich hingegen über den Wettbewerbsvorteil.
Der Kommissionspräsident schlägt einen Bund von Nationalstaaten vor und weist der EU damit einen ambitionierten Weg. Doch nun stellt sich die europäische Presse unweigerlich die Frage, wie Brüssels Befugnisse und die Rolle der Mitgliedsstaaten aussehen sollen.
Nach dem Parlamentswahlsieg der rechtsliberalen Partei von Ministerpräsident Mark Rutte und der Arbeiterpartei von Diederik Samsom ist sich die niederländische Presse einig: Die Wahlurnen belohnen die gemäßigten und pro-europäischen Parteien und bestrafen die extremistischen Euroskeptiker, allen voran Geert Wilders Populisten und Emile Roemers Sozialisten.
Das Urteil kam ohne Überraschung: Deutschlands Verfassungsrichter winken den Europäischen Stablilitätsmechanismus ESM durch, und geben dem Euro damit in eine Zukunft. Aber mit Auflagen. Denn ohne deutsche Zustimmung kann der dauerhafte Rettungsschirm nicht unbegrenzt ausgeweitet werden. Erste Reaktionen der deutschen Presse.
Am heutigen 10. September dürfte der jüngste Staat Europas seiner vollständigen Souveränität wieder ein wenig näher kommen, und zwar mit dem formalen Ende der internationalen Überwachung. Doch der Kosovo wird sich noch eine ganze Weile nicht völlig von der Überwachung lossagen können, wie die europäische Presse betont.
Mit dem von Mario Draghi angekündigten Programm zum Ankauf von Staatsanleihen, unterwirft sich die Europäische Zentralbank der Politik, beklagt die deutsche Presse und sorgt sich um ein Abdriften der europäischen Geldpolitik.
Neuanfang oder Kontinuität? Am 12. September finden in den Niederlanden vorgezogene, von der Krise geprägte, Neuwahlen statt. Ministerpräsident Mark Rutte gilt als Favorit, doch die Konkurrenz aus dem linken Lager ist hart und versteht sich als Alternative. Für die niederländische Presse würde ein knapper Wahlausgang nur die politische Krise fortdauern lassen.
Die EZB wird wahrscheinlich eingreifen, aber die Staaten müssen erst um Hilfe ansuchen. Die Erklärung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank führte zu einer regen Debatte in der europäischen Presse, die sich fragt, mit welchen Machtbefugnissen Mario Draghi eigentlich ausgestattet ist.
Die Volksabstimmung über die Amtsenthebung von Präsident Traian Băsescu besagt zweierlei: Mit einer Wahlbeteilung von nur 46,23 Prozent ist das Referendum ungültig. Der Präsident kann im Amt bleiben. Allerdings stimmten 87,52 Prozent Rumänen für die Absetzung. Der Staatschef ist stark geschwächt.
Mit der Erklärung, alles Notwendige zur Rettung des Euro unternehmen zu wollen, habe der EZB-Präsident den Märkten eine positive Botschaft übermittelt, meint die europäische Presse. Aber ohne weitere Angaben ist es schwierig, die langfristige Wirkung dieser Zusicherung abzuschätzen.
Katalonien wird Finanzhilfe in Madrid beantragen und verschärft damit die landesweite Schuldenkrise. Jetzt wird deutlich, wie weit die Regionen über ihre Verhältnisse gelebt haben, meinen die Zeitungen aus Madrid und Barcelona.
Die beiden am 18. Juli von der Europäischen Kommission veröffentlichten Berichte über die Rechtsstaatlichkeit in den Beitrittsländern von 2007 stellen Verstöße gegen die Demokratie und Versäumnisse bei der Bekämpfung der Kriminalität heraus. Jetzt debattiert die Presse dort.
Nützt oder schadet Brüssels Schatten der Demokratie eines Landes? Mitten in der Debatte um die Amtsenthebung von Präsident Băsescu setzt sich die rumänische Presse mit dem zwiespältigen Gefühl gegenüber der Europäischen Union auseinander.
Durch ihre Ablehnung des Anti-Piraterie-Handelsabkommens ACTA haben die EU-Abgeordneten bewiesen, dass sie empfänglich für die Stimmung der Öffentlichkeit sind, freut sich die europäische Presse. Doch werden damit nicht die Grundsätze des geistigen Eigentums hinterfragt?
Der „Club Med“ bekommt eine wenig Luft, und Deutschland wahrt das Gesicht: Für die europäische Presse verzeichnet der Gipfel in Brüssel Fortschritte bei mehreren Aspekten der Schuldenkrise.
Der Europäische Rat kann sich einen neuen Kompromiss auf kurze Sicht nicht erlauben, warnt die europäische Presse. Die führenden Politiker in Europa müssen die Gefahr des Zusammenbruchs der gemeinsamen Währung – und damit der ganzen EU – ernst nehmen.
Seit Wochen kursieren die Gerüchte, doch letztendlich war es der britische Daily Telegraph, der am Ende des G20 in Mexiko das Tabu brach und enthüllte, dass Spanien und Italien kurz vor dem Rettungsschirm stehen. Doch ist der Plan, EFSF-Gelder zum Aufkauf von Schulden zu verwenden, wirklich ein Rettungsschirm?
Am Tag nach der Wahl, die den „Pro-Memorandum“-Parteien zum Sieg verhalf, drückt die europäische Presse ihre Erleichterung aus: Zunächst scheint die Hypothese eines griechischen Austritts aus der Eurozone vereitelt zu sein. Doch die Krise der gemeinsamen Währung ist noch lange nicht vorüber.
Wann wird der Rettungsplan für den spanischen Bankensektor fertig sein? Seit Wochen stellt sich die europäische Presse diese eine Frage. Daran, dass er kommen wird, zweifelte wohl niemand. Am 9. Juni bat die Regierung die EU nun endlich darum, die tief in Immobilienkredit-Schulden steckenden spanischen Banken zu rekapitalisieren.
Angela Merkel will mehr Föderalismus und nimmt dafür ein Europa der zwei Geschwindigkeiten in Kauf. Aber der Vorstoß wirft in Deutschland juristische Probleme auf, und der Graben zu Partner Frankreich wird noch tiefer.
Zur allgemeinen Überraschung siegte der Oppositionsführer bei den serbischen Präsidentschaftswahlen: Der Nationalist Tomislav Nikolić warf den bisherigen pro-europäischen Amtsinhaber Boris Tadić aus dem Rennen. Serbiens Bemühungen um einen EU-Beitritt könnten damit einen Rückschlag erleiden und die Beziehungen zwischen Belgrad und Brüssel belasten.
Der Großteil der europäischen Presse begrüßt den Sieg des sozialistischen Kandidaten bei den französischen Präsidentschaftswahlen. Aber sie unterstreicht auch, dass ganz oben auf der Liste der Herausforderungen, die auf ihn warten, die Beziehungen zu Deutschland und seine Haltung gegenüber dem Fiskalpakt, den sein Vorgänger Nicolas Sarkozy und Kanzlerin Angela Merkel geschlossen hatten, stehen.
Fünf Wochen vor Beginn der Fußball-EM 2012, die in Polen und der Ukraine ausgetragen wird, sind die Menschenrechte in der ehemaligen Sowjetrepublik jetzt wieder Titelthema zahlreicher Tageszeitungen. Mehrere deutsche Minister erwägen einen Boykott der Veranstaltung, sollte Kiew die Haftbedingungen von Ex-Ministerpräsidentin Julija Timoschenko nicht verbessern.
Für die europäische Presse ist Marine Le Pen die Siegerin im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen. Verlierer gibt es zwei: Nicolas Sarkozy und... Deutschland.
Europa überarbeitet das Schengen-Abkommen über den freien Personenverkehr, oder Frankreich setzt seine Teilnahme aus: Das Ultimatum des französischen Präsidenten mitten im Wahlkampf scheint eher Mittel zum Zweck als eine politische Kursänderung zu sein.